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Urban Mining lohnt sich

Jedes Jahr werden allein Gold und Silber im Wert von 21 Milliarden US-Dollar in elektrische und elektronische Geräte gesteckt

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320 Tonnen Gold und mehr als 7500 Tonnen Silber werden jährlich zur Herstellung von elektronischen und elektrischen Produkten verwendet. Sie stecken in Computern, Handys oder Tablets. Mit dem Gold und Silber fließen insgesamt 21 Milliarden US-Dollar an Wert in die Geräte. Weniger als 15 Prozent sollen davon nur recycelt werden, so wurde auf der ersten Konferenz der e-Waste Academy der Global e-Sustainability Initiative (GeSI) und der in Bonn beheimateten StEP Initiative der United Nations University berichtet.

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Bild: StEP

Im Elektromüll sind wertvolle Metalle 40 oder 50 Mal höher angereichert als in den Minen. Und die Bestände wachsen schnell, weil immer mehr elektronische und elektrische Geräte verkauft werden. Wurden 2001 noch 5,3 Prozent (197 Tonnen) der weltweiten Goldressourcen verbraucht, so waren es 2011 bereits 7,7 Prozent (320 Tonnen). Dank der Finanzkrise und trotz steigenden Angebots ist der Preis pro Unze von 300 auf 1500 Dollar gestiegen. Dennoch gehen im Elektromüll 85 Prozent der wertvollen Metalle verloren. Selbst in den Ländern, in denen bis zu 80 oder 90 Prozent des Elektromülls gesammelt und recycelt wird, sollen noch 25 Prozent des in ihm enthaltenen Goldes verloren gehen. In einer modernen Recycling-Anlage können hingegen 95 Prozent wiedergewonnen werden.

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StEP

Man könne den auch in Zukunft weiter zunehmenden Elektroschrott nicht nur als Belastung betrachten, so hieß es u.a. auf der Konferenz, sondern auch als Chance. Alexis Vandendaelen von der belgischen Umicore Precious Metals Refining empfahl schon mal, um die Sache attraktiver erscheinen zu lassen, nicht mehr vom Müll-, sondern vom Ressourcenmanagement zu sprechen.

Verfolgt werden sollte auch ein Ansatz, der für Entwicklungsländer das "Beste aus zwei Welten" verbindet. Der dort entstehende Elektroschrott solle vor Ort vorverarbeitet und dann in die Industrieländer verfrachtet werden, um dort mit den besten Techniken maximal recycelt zu werden. Dabei geht es natürlich nicht nur um wertvolle Ressourcen wie Kupfer, Zinn oder Palladium, sondern etwa auch um das Plastik im Elektroschrott. Würde man nur die Hälfte der Plastikteile des Elektroschrotts in der EU recyclen, könne man gegenüber der Neuproduktion von Plastik 5 Millionen Kilowattstunden, 3 Millionen Tonnen Rohstoffe und 2 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Aufgerufen wurde zum "urban mining", eigentlich nur ein anderes Wort für Recycling, also für die Wiedergewinnung der Rohstoffe aus Produkten.

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Bild: StEP

http://www.heise.de/tp/blogs/2/152348
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