So viel Solarstrom im Netz wie nie
Halbjahresbilanz 2012 des BSW Solar
Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) haben die 1,2 Mio. Solarstromanlagen in Deutschland in den ersten 6 Monaten des Jahres 2012 rund 14,7 Mrd. Kilowattstunden Strom erzeugt. Das sind 50 Prozent mehr Solarstrom als im Vergleichshalbjahr 2011. Solaranlagen decken damit zur Zeit den Strombedarf von 8,3 Mio. Haushalten. Bis Jahresende könnte der Solarstromanteil im Netz dann die 5% Marke erreichen. Wie sich danach die neuen, gerade im Bundesrat abgesegneten Einspeiseregelungen auswirken, ist noch unklar.
Nach Berechnungen von Prognos wird, einen moderaten Ausbau der Solaranergie angenommen, ein sich fast verdoppelnder Anteil der Solarenergie am deutschen Strom-Mix von 2011 bis 2016 von 3,2 Prozent auf fast 7 Prozent die Verbraucher-Stromtarife in den nächsten vier Jahren zwar um insgesamt 2,5 Prozent ansteigen lassen, das ist aber nur ein Bruchteil der übrigen Strompreiserhöhungen, die im Mittel bei 4% - pro Jahr! - liegen.
Der BSW sieht den Solarstrom auch als "Treiber der Energiewende", denn nicht nur sein Anteil steigt, sondern exemplarisch werden an dieser Erzeugerform viele Lösungen wie Vergütung, Netzintegration und Versorgungssicherheit entwickelt. Die Kosten für den Solarstrom fallen dabei immer weniger ins Gewicht, da sich die Solarstrom-Erzeugungskosten und die Solarstromförderung in den letzten drei Jahren mehr als halbiert haben und inzwischen unterhalb der Verbraucher-Stromtarife liegen. Außerdem senkt Solarstrom die Großhandelspreise an der Strombörse.
Aufgrund der neuen EEG-Regeln für Solarstrom dürfte sich aber eine Verlagerung der Anlagenarten einstellen. Der Bau großer Solarstromanlagen wird nach Einschätzung des BSW erschwert werden. Für Eigenheimbesitzer, Energiegenossenschaften, und Besitzer großer Dachflächen wie gewerbliche Investoren und Landwirte bliebe der Bau von Solarkraftwerken aber weiter wirtschaftlich.
Darstellungsbreite ändern
Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

