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Energie & Klima News

Konflikte vorprogrammiert

Shell stoppt Ölbohrungen in der Arktis vorerst, China und Japan streiten um ihre Lagerstätten vor der Küste

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Der Ölkonzern Shell verschiebt seine Ölbohrungen vor der Küste Alaskas. Grund sind Probleme mit dem Eisbrecher, der bei den Bohrungen austretendes Öl an der Ausbreitung hindern soll. Bei der Überprüfung der Geräte an Bord sind die Geräte, die zum Reparieren von Unterwasser-Lecks eingesetzt werden sollten, kaputt gegangen - fraglich ob sie unter arktischen Bedingungen also überhaupt funktioniert hätten.

Auch an der Bohrinsel selbst müssten noch Schutzmaßnahmen gegen Kollisionen mit Packeis und mit Walfangschiffen getroffen werden. Bei soviel Problemen merkte Greenpeace an, Shell solle seine Arktispläne noch einmal überdenken, bis jetzt seien schon sieben Jahre Vorbereitungszeit und fast 5 Mrd. Dollar in das Projekt geflossen. Es sei doch sinnvoller, in Erneuerbare Energien zu investieren, statt mit immensem Aufwand in der hochsensiblen und einmaligen Region nach Öl zu bohren.

Derweil bricht zwischen Japan und China gerade ein Streit um die Öl- und Rohstoffvorkommen im Ostchinesischen Meer aus. Der Grenzverlauf in der Region ist noch nicht festgelegt. China möchte eine 350 Seemeilengrenze zu seinen Gunsten, Japan eine Grenzziehung in der Mitte der beiden Länder. Die japanische Regierung hatte jetzt einem Privatbesitzer einen Teil der Senkaku-Inseln abgekauft, die auf dieser Linie liegen, offiziell "um eine Bebauung zu verhindern".

Dass allerdings sehr viel größere Pläne auf beiden Seiten im Spiel sind, zeigen die inszenierten Proteste in den chinesischen Produktionstätten des japanischen Autoherstellers Toyota, in Brand gesetzte Firmengebäude, Demonstrationen gegen diplomatische Einrichtungen Japans und die Plünderung japanischer Supermärkte in China.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/152810
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