"Sandy": "Maybe be the worst ever"
Sturm schlägt Schneise der Verwüstungen durch das Land. Atomkraftwerk meldet "ungewöhnliches Ereignis"
Tropensturm "Sandy" - von den Meteorologen inzwischen heruntergestuft, aber noch immer sehr gefährlich - zieht nun im Nordosten der USA über Land und hinterlässt überall schwere Verwüstungen. Die Zahl seiner Opfer wird inzwischen mit 33 angegeben. Mehrere Millionen Menschen sind ohne Strom. Unter anderem liegen größere Teile Manhattans im Dunkeln. Sämtliche U-Bahntunnel, die die Halbinsel mit den umliegenden Stadtteilen verbinden, stehen unter Wasser. An der Küste sind zahlreiche Straßen Eisenbahnlinien und auch mehrere Siedlungen zerstört worden. "This was a devastating storm, maybe the worst that we have ever experienced", wird New York Citys Bürgermeister Michael Bloomberg zitiert.
Unterdessen scheinen die Atomkraftwerke in "Sandys" Zugbahn bisher glimpflich davon gekommen zu sein. Nur aus zweien berichtet die Nachrichtenagentur AP das Abschalten einiger Reaktoren. Andere arbeiten allerdings nur noch mit verminderter Last, weil vielerorts das Netz zusammengebrochen ist.
Netzprobleme werden denn auch dafür verantwortlich gemacht, dass im AKW Indian Point rund 75 Kilometer nördlich von New York City einer von zwei Reaktoren abgeschaltet werden musste. Im AKW Salem im benachbarten Bundesstaat New Jersey fielen hingegen mehrere Pumpen aus, was zum Abschalten führte. In beiden Fällen liegen keine Angaben vor, ob die Anlagen langsam runtergefahren werden konnten oder ob es zu einer risikobehafteten Schnellabschaltung kam. Ein drittes AKW, Oyster Creek, ebenfalls in New Jersey gelegen, war ohnehin bereits für die Revision abgeschaltet. Gemeldet wurde dennoch ein "ungewöhnliches Ereignis".
Die mit dem Sturm verbundenen schweren Niederschläge werden noch bis Mittwoch anhalten. Nach Angaben der Meteorologen kann mancherorts 30 bis 40 Zentimeter Regen fallen. Daher wird es in den nächsten Tagen an den Flüssen im Innenland starke Überschwemmungen geben. Die Gefahr für AKWs ist also noch keineswegs vorüber. Im Sommer 2011 waren am Oberlauf des Missouri zwei AKWs, wie seinerzeit mehrfach berichtet, wochenlang von Hochwasser eingeschlossen und entsprechend abgeschaltet gewesen.
Darstellungsbreite ändern
Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.




