Tropensturm "Sandy": Rückenwind für Obama
Naturkatastrophe setzt in den USA den Klimaschutz auf die politische Tagesordnung
War es das schon für Mitt Romney? Nach den Zerstörungen des Tropensturms "Sandy" bekommt US-Präsident Barack Obama Unterstützung von ungewohnter Seite, von New Yorks Bürgermeister Michael R. Bloomberg. Obama sei der bessere Mann, der etwas gegen den Klimawandel unternimmt, ließ der Milliardär und Ex-Republikaner in einem Kommentar auf den Seiten seiner Nachrichtenagentur wissen.
Nach den Bränden und Überschwemmungen würde es Jahre dauern, bis alles wieder hergestellt ist. "In nur 14 Monaten haben uns zwei Hurrikane dazu gezwungen, einige Teile der Stadt zu evakuieren, was unsere Verwaltung nie zuvor getan hat." Bloomberg bezieht sich dabei vermutlich auf seine Amtszeit seit 2011.
Michael R. Bloomberg
Ob Bloombergs Unterstützung letztlich den Ausschlag geben wird, ist offen. Der Bürgermeister war einst in der Demokratischen Partei, wechselte aber kurz vor seiner ersten Wahl zu den Republikanern, die er später wieder verließ. Seitdem ist er unabhängig.
Bemerkenswert ist aber immerhin, dass "Sandy" nun offensichtlich doch den Klimawandel in den USA wieder auf die politische Tagesordnung gesetzt hat. Bloomberg erinnert in seinem Beitrag unter anderem daran, dass Mitt Romney in seiner Zeit als Gouverneur von Massachusetts durchaus Klimaschutzpolitik betrieben hat und ganz anders als heute sprach.
Bloombergs Intervention, die sich in seinen nicht einflusslosen Medien und in anderen widerspiegelt, lässt unter anderem hoffen, dass vielleicht die wichtigen Steuernachlässe für die Windenergie doch noch verlängert werden. Ein Umschwung in der öffentlichen Meinung könnte auch den Widerstand gegen die Pipeline für kanadisches Öl aus Teersänden und gegen den zerstörerischen Bergbau in den Appalachen befördern.
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