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Klimakonferenz: Nicht nur nutzlos, sondern schädlich

Ein Kommentar zur Klimakonferenz in Doha

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Die Klimakonferenzen konnten in knapp 20 Jahren nicht einmal erreichen, dass der Anstieg der Treibhausgasemissionen gestoppt wird – von einem Rückgang ganz zu schweigen. Warum hält die Politik eigentlich an diesem erfolglosen Ritual fest?

Zieht man eine schonungslose Bilanz der UN-Klimakonferenzen, das Ergebnis könnte vernichtender kaum ausfallen. Vor zwanzig Jahren gegründet bewegen sich die Erfolge der Klimadiplomatie, die sich gerade in Doha trifft, zwischen vernachlässigbar und nicht vorhanden.

Dabei sind die Wissenschaft, aber auch des radikalen Umweltgedankens unverdächtige Institutionen wie die Weltbank , in ihren Warnungen unmissverständlich: Die Zeit drängt, das viel beschworene Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, ist kaum noch zu erreichen, Inselstaaten wie die Malediven sind längst dem Untergang geweiht. Dass Katastrophen wie die Waldbrände in Russland 2010 oder die Hungersnot in Somalia im letzten Jahr auf den Klimawandel zurückzuführen sind, daran gibt es kaum Zweifel.

Da mutet das jährliche Herumlavieren der UN-Diplomatie nur jämmerlich an. Das Einzige, was die Klimakonferenzen bislang produziert haben, das Kyoto-Protokoll, hat nicht einmal vermocht, den Anstieg der Treibhausgasemissionen abzubremsen. Jedes Jahr gibt es neue Rekorde – mit einer Ausnahme: 2009, dem Jahr der Wirtschaftskrise.

Der mit dem Kyoto-Protokoll eingeführte Emissionshandel ist ein System voller Schlupflöcher, Lücken und Möglichkeiten für Betrug. Nur ein Beispiel: Eine Fabrik, die früher im Ruhrgebiet stand und heute in China produziert, verbessert zwar auf dem Papier die Kohlendioxid-Bilanz von Deutschland, hilft dem Klimaschutz aber reichlich wenig.

Man sollte das unwürdige Schauspiel der Klimakonferenzen schlicht beenden. Sie sind nicht nur nutzlos, sie sind schädlich. Denn sie simulieren, dass man sich mit dem Problem beschäftigt. Ein Neuanfang würde den Raum öffnen, um ernsthafte Lösungsansätze zu diskutieren. Ein solcher könnte sein, die 500 Milliarden Dollar an Subventionen, welche die fossile Energieindustrie jährlich erhält, sofort und ersatzlos zu streichen.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/153281
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