Klima: Ein Jahr der Extreme
Meteorologen liefern Bericht über den Zustand des Klimas ab
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Drei verschiedene, unabhängig voneinander berechnete Zeitreihen der Abweichung der globalen Temperatur vom Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990. Bild: WMO |
WMO-Generalsekretär Michel Jarraud
Obwohl das Jahr mit einem La-Niña-Ereignis begann, einer Kaltperiode im tropischen Pazifik, das Gegenstück zum El Niño, wird es aller Voraussicht nach zu den zehn wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen gehören. Vor allem in Europa und Nordamerika war es ganz ungewöhnlich warm, sieht man einmal von einem ebenfalls außerordentlichen Kälteeinbruch Anfang Februar ab. Russland erlebte seinen zweitwärmsten Sommer, der wärmste war der Hitze-Sommer 2010. In weiten Teilen der USA setzte der Frühling wesentlich früher als gewöhnlich ein, um dann schon bald in eine große Dürre überzugehen.
Die hält derweil weiter an, und US-Medien sprechen inzwischen von der schlimmsten Trockenheit seit Jahrzehnten. Am stärksten betroffen ist der mittlere Westen, aber insgesamt sind 61 Prozent der Landfläche zwischen Rio Grande im Süden und der kanadischen Grenze im Norden betroffen. Nachdem es bereits im Sommer zum Teil erhebliche Ernteeinbußen gegeben hatte, wird nun auch der Winterweizen betroffen sein. Entsprechend gehen die Preise in die Höhe.
Alles in allem ein weiteres Jahr der Klima-Extreme, wie die Meteorologen schreiben.
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Bild: U.S. Drought Monitor |
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