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Internationale Energie-Agentur: Subventionen der Kohle&Co. beenden

Mit durchschnittlich 110 US-Dollar pro Tonne wird der Ausstoß von Treibhausgasen gefördert

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Der Chefökonom der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol, hat die Staaten aufgefordert, die Subvention fossiler Energieträger zu beenden. Es mache keinen Sinn, auf der einen Seite die Erneuerbaren zu fördern, und auf der anderen mit rund 500 Milliarden US-Dollar im Jahr (374 Milliarden Euro) den Preis der umweltschädlichen Energie zu drücken. Unzuverlässigkeit der Politik sei zur größten Herausforderung für die Branche der Erneuerbaren geworden, so Birol Anfang des Monats auf der Jahrestagung der Europäischen Windenergievereingung EWEA.

Man könnte fast meinen, er hätte über die hiesigen Verhältnisse gesprochen, wo immer neue Angriffe aus dem Regierungslager Verunsicherung säen. Gleichzeitig wird nicht nur ein Teil der sogenannten Ewigkeitskosten des Steinkohlebergbaus und die Entsorgung des radioaktiven Mülls vom Staat übernommen, sondern auch auf Förderabgaben auf Braunkohle verzichtet und der unrentable deutsche Steinkohleabbau noch bis 2018 weiter mit Milliardensummen gefördert. Insgesamt summierten sich die zwischen 1970 und 2012 in Deutschland gezahlten Subventionen nach einer im letzten Jahr veröffentlichten Studie für Steinkohle auf 311 Milliarden Euro, für Atomkraft auf 213 und für Braunkohle auf 87 Milliarden Euro.

"Eines der wichtigsten Argumente für die Subventionen fossiler Brennstoffe", so Birol, "ist der Schutz der Armen. Aber wie Studien zeigen, landen 80 Prozent dieser Subventionen bei Haushalten mit mittlerem und hohen Einkommen." Andererseits richten die Subventionen aber erhebliche Schäden an. Die IEA ermittelt für 2011 523 Milliarden US-Dollar an Unterstützung für die konventionellen Energieträger, was nach Birol einem Anreiz von 110 US-Dollar pro Tonnen CO2 darstelle, dieses Treibhausgas zu emittieren.

Die Subventionen seien überall auf der Welt ein Problem und ohne eine großen Schub sei es nicht zu bewältigen, auch wenn es in einigen Ländern wie Indien und Russland in letzter Zeit in dieser Frage einige Fortschritte gegeben habe. Birol hält auch nichts von den Argument, ohne die Subventionen sei in ärmeren Ländern keine wirtschaftliche Entwicklung möglich. Dafür komme viel zu wenig bei den ärmsten Teilen der Bevölkerung an.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/153704
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