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Energie & Klima News

Die Wiederinbetriebnahme der japanischen AKWs verzögert sich

Nach einem Medienbericht wird es noch dauern, bis die neuen Sicherheitsvorschriften bei den 50 abgeschalteten Reaktoren vollständig umgesetzt worden sind

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In Japan geht es trotz des Drucks der neuen Regierung unter Ministerpräsident Shinzo Abe mit dem Wiederanfahren der abgeschalteten AKWs nicht voran. Nach dem Fukushima-Unfall wurden nach und nach alle Reaktoren wegen der erforderlichen Inspektionen abgeschaltet. Nur zwei Reaktoren im AKW Oi sind seitdem wieder ans Netz gegangen. Wie die Zeitung Asahi Shimbun berichtet, genügt keines der übrigen 16 AKWs den neuen Sicherheitsstandards der ebenfalls neuen Atomsicherheitsbehörde (NRA).

Die Zeitung hat bei 10 Stromkonzernen nachgefragt, wie weit sie mit der Einrichtung der neuen Sicherheitsmaßnahmen fortgeschritten sind. Ab Juli wird die NRA Anträge für Sicherheitsüberprüfungen der 50 Reaktoren in den 16 AKWs annehmen. Eine Bewilligung ist Voraussetzung für ein baldiges Wiederanfahren, was Regierung und Wirtschaft wünschen.

Nach dem NRA-Kommissar Toyoshi Fuketa ist jedoch nicht zu erwarten, dass die Konzerne bereits im Juli Anträge einreichen, weil die Installation der Sicherheitsmaßnahmen offenbar nur schleppend geschehen ist. So soll noch in keinem der AKWs für die Sicherheitsbehälter die erforderten Filtered-Venting-Systeme zur Druckentlastung bei Störungen und zur Verhinderung der Abgabe von Radioaktivität eingebaut wurden. Erst bei zwei Reaktoren im AKW Kashiwazaki-Kariwa ist damit begonnen worden.

Auch die vorgeschriebenen Dämme und andere Maßnahmen zum Schutz vor Überflutungen sind nur bei zwei AKWs eingerichtet worden, nur bei drei AKWs ist nicht erforderlich, weil sie auf Hügeln liegen. Nur in sieben AKWs ist bislang ein erdbebensicheres Gebäude vorhanden, das bei einem Unfall als Operationszentrale dient. Das AKW Oi, das bereits vor den neuen Vorschriften wieder hochgefahren werden durfte, will das erst 2015 nachholen. Bei fünf AKWs und dem einzigen schnellen Brüter des Landes im AKW Monju könnte sich eine mögliche Zulassung noch länger verzögern, weil hier erst die Gefährdung durch aktive Erdbebenspalten geprüft werden muss. Vermutlich müsse ein Reaktor im Tsuruga-AKW stillgelegt werden, weil sich der Reaktor genau über einer mutmaßlich aktiven Erdbebenspalte befindet.

Offenbar versuchen sich die Betreiber trotz des Fiaskos in Fukushima 1 wieder um Auflagen herumzuschummeln. So hat nach einem Bericht der Japanischen Atomaufsichtsbehörde der Betreiber des schnellen Brüters im AKW Monju festgestellt, dass einige wichtige Sicherheitsüberprüfungen nicht ausgeführt wurden.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/153807
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