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IEA sagt sinkendes Angebot und weiter steigende Preise für Öl voraus

In den nächsten Jahren wird nach der Internationalen Energieagentur bei konstantem Wirtschaftswachstum die wachsende Nachfrage nicht durch höhere Produktion gedeckt werden können.

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Obgleich die Öl- und Gaskonzerne mit den hohen Preisen im Geld schwimmen, investieren sie nicht oder zu wenig in neue Produktionsanlagen und Raffinerien. Das trifft auch auf staatliche Energiekonzerne in Russland oder Venezuela zu, da die Gewinne hier meist für andere Zwecke verwendet werden. Nach dem Medium-Term Oil Market Report der International Energy Agency (IEA) wird nach den gegenwärtigen Trends das Angebot auf den Ölmarkten innerhalb von fünf Jahren einknicken, wodurch die Preise weiter in die Höhe schnellen könnten.

Wenn die Weltwirtschaft weiter jährlich wie jetzt um 4,5 Prozent wächst, dann würde der tägliche Bedarf an Öl von jetzt 81,6 Millionen Barrel bis 2012 auf 95,8 Millionen steigen. Jährlich steigt die Nachfrage um 2,2 Prozent, getrieben vor allem durch das schnelle Wirtschaftswachstum in China, Indien und anderen Schwellenländern, während in den westlichen Industrieländern durch Maßnahmen zur Energieeinsparung die Nachfrage gedämpft wird. Gleichzeitig geht die Ölproduktion der Opec-Länder 2009 um täglich 2 Millionen Barrel zurück, bei den Nicht-Opec-Mitgliedern um 800.000 Barrel. Die Opec-Länder könnten die Produktion nicht gemäß der wachsenden Nachfrage steigern, in den Nicht-Opec-Ländern wächst die Produktion zu langsam.

Die Öl- und Gaspreise werden, so der Bericht, weiterhin unter Druck bleiben. Selbst wenn ein geringeres Wirtschaftswachstum "eine Verschnaufpause" ermögliche, sei es klar, "dass dann, wen die Nachfrage sich nicht selbst verändern wird, sie höhere Preise erzwingen wird". Gegenwärtig kostet der Barrel über 76 US-Dollar. Anzeichen für einen Rückgang der Preise gibt es nicht. Auch beim Gas werde in den nächsten Jahren das Angebot ähnlich wie beim Öl gegenüber der zunehmenden Nachfrage einknicken. Obgleich sich die Produktion von Biokraftstoffen verdoppeln wird, könnte damit die Versorgungslücke bei weitem nicht abgedeckt werden. "Das Ergebnis unserer Analyse ist ziemlich klar. Entweder benötigen wir ein kontinuierlich größeres Angebot", so Lawrence Eagles, der Leiter der IEA, "oder das Wachstum der Nachfrage muss gesenkt werden."

http://www.heise.de/tp/blogs/2/92449
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