e
Energie & Klima News

Ökologisch ist traditionelle Architektur nachhaltiger

Nach einer Studie verbrauchen Häuser mit dicken Wänden und weniger Fensterflächen weniger Energie als die modernen Glas-Stahl-Gebäude.

  • drucken
  • versenden

Nach einer britischen Studie sind herkömmliche Häuser mit dicken Mauern ökologischer, weil sie im Sommer weniger Kühlung benötigen und im Winter weniger geheizt werden müssen als die modernen Häuser aus Glas und Stahl. Die von Robert Adam Architects beauftragte und vom Atelier 10 durchgeführte Studie kommt zum Ergebnis, das tradionelle Gebäude 10-15 Prozent weniger Energie zum Kühlen oder Heizen verbrauchen.

Für den Vergleich analysierten die Autoren der Studie zwei computermodellierte Gebäude mit derselben Größe und Orientierung. Bei dem traditionellen Gebäude waren unter 40 Prozent der Fassade verglast. Unterschiede gab es, wenn Gebäude zum Wohnen oder zum Arbeiten benutzt werden. Wohngebäude sparen am meisten Energie, wenn sie traditionell gebaut werden. Selbst wenn die Fenster dreifach verglast und mit Argon anstatt mit Luft gefüllt werden, kann die Energieeffizienz der traditionellen Bauweise nicht erreicht werden.

"Die Architekten wissen das", sagt Robert Adams, " aber sie wollen nicht, dass gesagt wird, dass traditionelle Gebäude nachhaltiger sind. Umweltingenieure wissen das auch, aber sie arbeiten normalerweise für Architekten. Das ist das große Geheimnis, das niemand aufdecken will. Glas und Stahl ist eine Grundeinstellung für die Architekten, aber das ist fundamental nicht nachhaltig."

http://www.heise.de/tp/blogs/2/92705
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS