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Vattenfall: Alte Atomkraftwerke "sind jetzt am sichersten"

Für Josefsson, den Vorstandsvorsitzenden von Vattenfall, sind die zuletzt gehäuft aufgetretenen Pannen nur Kommunikationsprobleme.

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Mit den Pannen in den von Vattenfall betriebenen Atomkratwerken Krümmel und Brunsbüttel hatte es in letzter Zeit einige Aufregung gegeben. Selbst andere Energiekonzerne haben die "Informationspolitik" von Vattenfall kritisiert, da das Unternehmen die auch von der CDU unterstützten Interessen gefährdet hat, aus dem Atomausstieg auszusteigen und für die alten Kraftwerke längere Laufzeiten zu erhalten.

Nun versucht Lars Göran Josefsson, der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall und Klimaschutzberater von Bundeskanzlerin Merkel, die Verteidigung nach vorne. Die Pannen und Störfälle der alten Kraftwerke, so sagte er dem Deutschlandfunk, würden nicht bedeuten, dass sie unsicher seien. Ganz im Gegenteil habe man die Sicherheit permanent erhöht: „Die sind jetzt am sichersten – viel sicherer als vor 30 Jahren." Die jüngsten Störfälle in Brunsbüttel und Krümmel seien auf der internationalen Skala auf Rang Null eingestuft worden. „Weniger geht nicht."

Probleme gebe es nicht mit der Sicherheit und auch nicht mit der Kontrolle. Dass man Informationen zurückgehalten und die Behebung von Mängeln hat auch nur etwas mit der Öffentlichkeitsarbeit und den psychologischen Problemen der Deutschen zu tun. Man habe die Angst der Deutschen vor der Kernkraft nicht ernst genommen. Richtig durchhalten konnte das Josefsson nicht. Er musste einräumen, er verstehe auch nicht, warum die Polizei erst nach einem Durchsuchungsbefehl mit den Angestellten habe reden können.

Weil die alten Atomkraftwerke so sicher sind, forderte Josefsson erneut längere Laufzeiten für sie. Die niedrigeren Betriebskosten würden sich, versprach er, in niedrigeren Preisen niederschlagen. Für den Klimaschutz könne die Atomkraft, räumte er ein, aber nur vier Prozent beitragen. Daher seien Kohlekraftwerke, auch mit Braunkohle, weiterhin wichtig, wenn sie Kohlendioxid nicht in die Luft entlassen, sondern das Treibhausgas unter der Erdoberfläche gespeichert werde. Auch Braunkohle sei deswegen eine sichere, einheimische und konkurrenzfähige Energiequelle.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/93400
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