Biogas in die Pipeline
Bessere Kraft-Wärme-Kopplung durch Fernleitung für Biogas.
Bessere Kraft-Wärme-Kopplung durch Fernleitung für Biogas. Die Bauarbeiten für die erste Biogas-Pipeline Deutschlands sind bald abgeschlossen. Ab Oktober wird sie vom Biogasreaktor im niedersächsischen Hillerse aus das 20 Kilometer entfernte Blockheizkraftwerk Braunschweig-Ölper beliefern. Dort werden dann Strom und Wärme für das öffentliche Netz und die Nahwärmeversorgung erzeugt. Das Anlage soll jährlich 38 000 Megawattstunden Energie liefern. Das reicht zur Versorgung von 5000 Haushalten mit Strom und 1500 Haushalten mit Wärme. Die Transportleitung wird aber so ausgelegt, daß sie auch die doppelte Gasmenge befördern kann.
Die Partnerschaft zwischen Biogaslieferant und Kraftwerk bietet Vorteile:
- Die Energieausbeute ist größer. Denn bei der Verstromung entstehen immer auch rund 40% Energieanteil als Wärme dafür gibt es in den oft ländlichen Gebieten keine Abnehmer. Das von der Pipeline belieferte Kraftwerk von BS Energy ist dagegen nahe genug an den Abnehmern, so daß die Wärmeenergie Abnehmer vor Ort findet.
- Landwirte, die nahe der Pipeline Biogasanlagen betreiben können ebenfalls in das Pipeline-Netz einspeisen. Die Wärmeverwertung ist eine zusätzliche Einnahmequelle und führt zu höherer energetischer Ausnutzung des Brennstoffs.
Ursprünglich war geplant, auch Biogas aus anderen Quellen wie Faultürmen in die Pipeline zu speisen, doch das Erneuerbare Energien Gesetz erlaubt aus Abrechnungsgründen zur Zeit noch keine Mischung von Biogasen unterschiedlicher Herkunft, was sich hoffentlich bald ändern wird. Dann könnten heterogene Biogasverbundnetze Schule machen. Denn die Kraft-Wärme-Kopplung und der Einsatz jeweils eines zentralen Kraftwerks anstatt Investitionen in viele kleine Generatoren ist wirtschftlicher und führt zur zu mehr Energieeffizienz. Als Fernziel steht die Aufwertung von Biogas auf Erdgasqualität und die dann mögliche Einspeisung in die bereits existierenden Erdgasleitungen.
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