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Korallen sterben schneller als gedacht

Wegen ihrer Artenvielfalt werden sie auch Regenwald der Ozeane genannt. Nun wurde bekannt, dass sie noch schneller schrumpfen, als ihre Namensgeber.

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Das Absterben der Korallenriffe im Indischen und Pazifischen Ozean sterben deutlich schneller ab, als bisher gedacht, berichtet der Wissenschaft-Nachrichtendienst Science Daily. Herausgefunden haben das zwei Wissenschaftler der Universität von North Carolina in Chapell Hill mit einer Fleißarbeit. Sie haben sich durch rund 6000 quantitative Untersuchungen gewälzt, die zwischen 1968 und 2004 an über 2600 Riffen in der Region angestellt wurden. Dabei stellten sie unter anderem fest, dass seit Beginn der 1960er Jahre im Schnitt etwa 600 Quadratmeilen (1554 Quadratkilometer) pro Jahr verschwunden sind. Anfang der 1980er Jahre waren im Schnitt noch 40 Prozent der Riffflächen mit lebenden Korallen bedeckt, heute sind es nur noch 20 Prozent.

In den beiden Meeren leben etwa 75 Prozent der globalen Korallenvorkommen. Die kleinen Tierchen bauen mit ihren Kalkskeletten Riffe auf, die eine essentielle Rolle für den Küstenschutz in vielen Regionen spielen. Außerdem sind intakte Riffe äußerst produktive Ökosysteme, die eine große Rolle für die Fischerei vieler Inselstaaten spielen. Mögliche Ursachen für das Absterben sind Wasserverschmutzungen und höhere Wassertemperaturen als eine Folge der globalen Erwärmung. Auffallend ist, dass der Schwund sehr gleichmäßig über die ganze Region verbreitet ist, und das selbst in streng geschützten Riffe der Verlust so groß ist wie in ungeschützten Riffen.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/94074
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