Nach einem neuen Klimamodell, das die nächsten zehn Jahre vorhersagt, wären ab 2009 neue Klimarekorde in Folge zu erwarten.
Britische Wissenschaftler vom Hadley Centre for Climate Prediction and Research in Exeter haben ein neues Klimamodell entwickelt, um vorherzusagen, wie sich die Temperaturen im Laufe des nächsten Jahrzehnts verändern werden. Wie sie in Science schreiben (Doi: 10.1126/science.1139540), haben sie erstmals versucht, die interne Variabilität des Klimas, beispielsweise durch Meeresströmungen wie El Nino, und externe Beeinflussungen zu kombinieren. Zugrundegelegt haben sie das Klimamodell, das auch vom IPCC verwendet wurde, aber sie legten gemessene Daten der Oberflächentemperaturen der Meere und der Temperaturen der Atmosphäre zugrunde, um die Vorhersage zu errechnen. Das IPCC hat im letzten Bericht errechnet, dass die globale Durchschnittstemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich durch die von Menschen verursachten Emissionen zwischen 1,8 und 4 Grad ansteigen wird.
Das Modell haben die britischen Klimaforscher an den Veränderungen der letzten 20 Jahre getestet und dabei die Erwärmung von El Nino und die Verteilung von ungewöhnlichen warmen oder kalten Meerestemperaturen vorhersagen können. Die Fehlerwahrscheinlichkeit ist mit der Verwendung von Messdaten dadurch um bis zu 36 Prozent gesunken.
In der Simulation für die nächsten Jahrzehnte ausgehend von 2005 stellte sich heraus, dass bis 2009 die natürlichen Klimaschwankungen die Auswirkungen der von Menschen verursachten Emissionen noch dämpfen können. 2014 aber würde die globale Durchschnittstemperatur bereits um 0,3 Grad (+ oder – 0,21) angestiegen sein. Mindestens fünf der Jahre nach 2009 würden nach dem Modell wärmer als 1998 sein, das bislang wärmste Jahr. Nach dem Modell würde die Klimaerwärmung also erst in zwei Jahren richtig beginnen und eine Folge von Hitzerekorden verursachen, die von den natürlichen Schwankungen noch gebremst werden.
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