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Arktis könnte bis 2030 eisfrei sein

Das National Snow and Ice Data Centre meldet einen Rekordrückgang des arktischen Meereseises für den August 2007.

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Das National Snow and Ice Data Centre an der Colorado University in Denver meldet einen Rekordrückgang des arktischen Meereseises. Jetzt schon ist die Eisfläche auf 4,42 Millionen Quadratkilometer geschrumpft, bislang lag das absolute Minimum seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979 am 20. und 21. September 2005 bei 5,32 Millionen Quadratkilometer.

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Bild; National Snow and Ice Data Centre

Die von Eis bedeckte Meeresfläche lag im August um 31 Prozent niedriger als seit 1979 durchschnittliche Fläche, und sie ist die kleinste jemals seit 1979 gemessene, obgleich sie nornalerweise im September am kleinsten ist. Seit August ist auch die Nordwestpassage so weit offen, wie es noch nie gewesen ist. Daher hat das Wettrennen um die in der Arktis vermuteten Ressourcen auch dieses Jahr besonders heftig zwischen den Anrainerstaaten eingesetzt, die ihre Ansprüche erheben. Die Nordostpassage ist weiterhin nicht befahrbar.

Die Wissenschaftler vermuten auch, dass sich die Eisstruktur seit 1970er Jahren verändert. Es schmilzt im Sommer mehr Eis, im Winder bilden sich flachere Eisschichten. Dazu hat nicht nur die Erwärmung beigetragen, sondern auch die starken Winde, die dickes Eis in den Nordatlantik transportiert haben, so dass die alten Eisschichten weniger werden. Eis, das älter als vier Jahre ist, wird immer weniger und findet sich vor allem bei Kanada. Da altes Eis dicker ist, übersteht es auch besser den Sommer, während jüngeres, dünneres Eis schneller abtaut.

Ginge das Abtauen in der jetzt beobachteten Geschwindigkeit weiter, könnte die Arktis bis 2030 völlig eisfrei sein. Seit 1979 ist die Meereseisfläche um ein Drittel geschrumpft, besonders stark seit 2002. Mark Serreze vom National Snow and Ice Data Centre sagt, er hätte vor einigen Jahren noch geglaubt, dass die Arktis 2100 eisfrei sein könnte: "Es scheint, dass die Arktis noch zu unseren Lebzeiten ein ganz anderer Ort sein wird, ganz bestimmt aber in der Lebenszeit unserer Kinder." Serreze geht davon aus, dass die Eisbildung im Winter immer geringer werden wird. Neben verändernden Winden und Meeresströmungen sind es für ihn vor allem die von Menschen ausgehenden Treibhausgas-Emissionen, die den schnellen Wandel verursachen.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/95556
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