Im Südpazifik kämpfen ganze Nationen ums Überleben in einer wärmeren Welt.
Tuvalu, ein kleiner Inselstaat im Südpazifik, könnte zu den ersten gehören, die im Zuge de globalen Erwärmung von der Landkarte verschwinden. Die 10.000 Bürger des Landes leben auf Atollen, die kaum mehr als zwei Meter aus dem Meer ragen. „Wir hoffen, dass es niemlas so weit kommt“, meinte der stellvertretender Premierminister Tavau Teii gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters in Seoul, wo er eine Umweltkonferenz besuchte. Alle Länder müssten ihre Treibhausgasemissionen reduzieren, bevor es für Staaten wie Tuvalu zu spät ist.
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Atolle wie Tuvalu sind nicht nur durch den allgemeinen Anstieg des Meeresspiegels gefährdet, sondern ach durch höher auflaufende Fluten, durch die Zunahme der Intensität der tropischen Stürme und durch das weitflächige Absterben der Korallen, deren Riffe einen unverzichtbaren Schutz gegen Erosion bilden. Die Warmwasser- Korallen der tropischen Ozeane sind einem vielfältigen Sress durch Fischerei, Wasserverschmutzung, Raubbau und Sedimentation ausgesetzt. Hinzu kommen seit Ende der 1980er Jahre in vielen äquatorialen Regionen zeitweilige Erwärmungen des Wassers über 30 Grad, was die Korallentierchen erst ausbleichen und dann meist absterben lässt.
Auch wenn die Inseln nicht gleich im Meer verschwinden, können sie dennoch unbewohnbar werden, wenn das Salzwasser in die Süßwasserreservoire eindringt und diese verdirbt. „Wir versuchen, unsere Lebensweise auf den Inseln so lange wie möglich zu erhalten. Aber wenn die Zeit kommt, müssen wir gehen. Es gibt keine andere Wahl,“ so Teii gegenüber Reuters. Doch wohin? Neuseeland hat bereits angeboten, Bürger Tuvalus aufzunehmen, doch das viel größere, dünn besiedelte Australien zeigt sich zurückhaltend. Gleichzeitig ist Australien einer der weltweit größten Kohleexporteure und zugleich das Kyoto-Protokoll nicht ratifiziert.