Der Fleischkonsum verlangt viel mhr Anbaufläche als die Biomasse für Energiezwecke
Bei der Frage, ob der zunehmende Anbau von Energiepflanzen die Lebensmittelversorgung für Arme verdrängen würde, wird oft übersehen, dass der steigende Fleischkonsum in reichen Ländern diesen Effekt bereits haben kann. Nun hat Gerald Knauf, Agraringenieur und Mitarbeiter des Forums Umwelt und Entwicklung, in der kommenden Ausgabe von E+Z den Vergleich mit ein paar Zahlen unterlegt.
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So hat Brasilien (neben den USA der Weltmeister in der Ethanolproduktion) rund 100 Millionen Hektar für die Futtermittel- und Fleischproduktion - und nur sechs Millionen Hektar für die Ethanolproduktion. Knauf glaubt, dass der Anbau von Energiepflanzen für die Entwicklungsländer trotz aller Risiken durchaus vielversprechend sein kann, wenn er nicht vorwiegend für den Export gedacht ist.
Welche Möglichkeiten hätten wir für den Anbau von Energiepflanzen (ganz abgesehen von den Gesundheitseffekten), wenn wir uns auf den Fleischkonsum von früheren Generationen, als es Fleisch vor allem sonntags gab, beschränken würden? Etwas mehr Anbaufläche scheint jedenfalls momentan vorhanden. So werden die Subventionen für den Tabakanbau bald gestrichen, was den Anbau innerhalb der EU verringern dürfte. Außerdem wird immer noch viel Anbaufläche in der EU stillgelegt, um die Preise hochzuhalten. Doch auch wenn mehr gehen würde: Es scheint durchaus fraglich, dass die EU-Länder ihren derzeitigen Treibstoff jemals durch die inländische Biomasseproduktion decken könnten.
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