e
Energie & Klima News

Nur nichts verändern

US-Präsident Bush hat es mit seiner Klimakonferenz geschafft, bereits sehr weit nach unten geschraubte Erwartungen noch zu unterlaufen

  • drucken
  • versenden

Anscheinend war das Anliegen von US-Präsident Bush, das er mit seiner Konferenz zum Klimawandel verfolgte, selbst für sympathisierende Nationen zu dünn und durchsichtig, was die wahre Absicht, die Vertagung des Themas, anbelangt. Reaktionen auf sein "Meeting on Energy Security and Climate Change", an dem 16 wichtige CO2 produzierende Länder (die 16 Topverschmutzer der Welt, so die BBC) teilnahmen, verraten jedenfalls eine gewisse Nicht-Begeisterung.

Der Konsens unter den Konferenzteilnehmern sei, dass der Plan von vor zehn Jahren stammen könnte, fasst die scharfzüngige amerikanische Webseite "Truthdig" die Reaktion auf das Solo des US-Präsidenten zusammen. George W. Bush habe es mit seiner Klimakonferenz geschafft, bereits sehr weit nach unten geschraubte Erwartungen noch zu unterlaufen.

Dem britischen Delegierten, John Ashton, zum Beispiel erscheinen die USA "sehr isoliert" in der Sache Klimawandel. In Bushs Axiom seiner "neuen Klimapolitik", nämlich den nötigen Wandel über freiwillige Verpflichtungen zu erreichen, wollte Ashton nur ein Argument erkennen, das "international ziemlich diskreditiert" sei.

Auch andere Delegierte, etwa jene, die Brasilien, China, Indien und Süd-Afrika vertraten, sollen "less than impressed" reagiert haben. „Der Präsident hielt seine Rede", so zitiert die New York Times den brasilianischen Delegationsführer Everton Vargas, "und wir nahmen seine Rede zur Kenntnis." Ohne allerdings irgendwelche neuen Ideen zu bemerken, wie er hinzufügte.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/96770
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS