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Klimasünder Landwirtschaft: Methan und Lachgas von Kühen und überdüngten Feldern

Die Landwirtschaft trägt so viel zur Klimaerwärmung bei wie der Transportverkehr.

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Auch die Landwirtschaft kann ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten, sagt der World Wide Fund For Nature (WWF). Tatsächlich sind vor allem Rindviecher (Methan) und überdüngte Felder (Methan, Lachgas) in Deutschland nach dem WWF für einen erheblichen Teil der von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Abgegeben werden vor allem Methan und Lachgas, wobei Methan 21 Mal und Lachgas sogar 310 Mal so klimawirksam wie Kohlendioxid ist. 40 Prozent des weltweit emittierten Methan stammen aus der Landwirtschaft, beim Lachgas sind es sogar 70 Prozent.

"Eine Milchkuh emittiert im Durchschnitt 111,7 kg Methan im Jahr. Umgerechnet in CO2-Äquivalent entspricht das allein einer jährlichen Fahrleistung von 18.000 km eines von der Politik in der EU propagierten Personenkraftwagens mit einem durchschnittlichen CO2- Ausstoß von 130 g/km. Rechnet man die von einer Milchkuh durch deren Wirtschaftsdünger emittierten Treibhausgase Methan und Lachgas hinzu, müssten weitere etwa 6.000 km Fahrleistung hinzuaddiert werden."

Weltweit verursacht die Landwirtschaft 14 Prozent des gesamten anthropogenen Klimawandels, heißt es in der vom WWF veröffentlichten Studie, in Deutschland sind es 11 Prozent. Würde man etwa das Abholzen von Wald für die Schaffung von Anbauflächen hinzurechnen, läge der Anteil der Landwirtschaft schon bei 30 Prozent. Insgesamt trägt die Landwirtschaft etwa so viel zur Klimaerwärmung bei wie der Transportverkehr bei, bislang aber werde die Landwirtschaft, so der WWF, in der Klimapolitik zu wenig berücksichtigt. Dazu schlägt der WWF Reformen in der Agrarpolitik auf deutscher und europäischer Ebene vor. Die Landwirtschaft könne beispielsweise in den Emissionshandel einbezogen werden, denkbar wären auch Emissionssteuern, um Anreize zur Reduktion von Treibhausgasemissionen zu schaffen, etwa durch Entwicklung und Einsatz von emissionsärmeren Techniken.

Als ebenso entscheidend sieht der WWF die Aufklärung der Öffentlichkeit an, der die Auswirkung der Landwirtschaft auf den Klimawandel kaum bekannt sei. Würden die Menschen diesen Zusammenhang kennen, so könnten, hofft der WFF, etwa der Rindfleischkonsum oder der Verzehr von Reis zurückgehen.

http://www.heise.de/tp/blogs/2/98502
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