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Arme Länder tragen die größten gesundheitlichen Folgen der Klimaerwärmung

US-Wissenschaftler weisen auf ein ethisches Dilemma der reichen Industrieländer hin, die am meisten Treibhausgas-Emissionen verursachen.

Wissenschaftler der University of Wisconsin-Madison berichten, dass die vom Klimawandel verursachten gesundheitlichen Probleme in den Teilen der Welt am größten sein werden, die am wenigstens dazu beigetragen haben. In dem Artikel, der in der Zeitschrift EcoHealth erscheinen wird, weisen die Wissenschaftler auf das daraus entstehende moralische Dilemma für die Industriestaaten hin.

Für die Studie wurden die CO2-Emissionen pro Kopf mit Daten über gesundheitliche Gefährdungen verglichen, die wie Malaria, Durchfallerkrankungen oder auch Mangelernährung mit dem Klima zusammenhängen. Die Amerikaner verursachen danach zwar sechs Mal mehr Emissionen wie der Durchschnitt der Weltbevölkerung, aber haben ein weitaus geringeres Risiko, unter den den gesundheitlichen Folgen der dadurch verursachten Klimaerwärmung zu leiden.

Jonathan Patz, der leitende Wissenschaftler der Studie, der an der School of Medicine and Public Health und am Nelson Institute for Environmental Studies lehrt, mahnt, dass "unser hoher Energieverbrauch eine riesige gesundheitliche Last für weit von uns entferte Regionen mit sich bringt". Viele ernsthafte Krankheiten sowie deren Verbreitung würden mit dem Klimawandel zusammenhängen. Die reichen Länder, die am wenigsten unter den durch die Klimaerwärmung veränderten Erkrankungsmustern und deren Folgen leiden, müssten Lösungen für die Personengruppen finden, die am meisten dadurch gefährdet sind, allen voran also für die Kinder.

Die Autoren der Studie warnen auch, dass manche der Lösungen für die Energieprobleme die negativen gesundheitlichen Folgen der Klimaerwärmung noch verstärken könnten. Sie weisen besonders auf die Herstellung von Biosprit hin, was nicht nur zur Rodung von Wäldern führen kann, sondern auch die Lebensmittel verknappt und deren Preise verteuert. Das würde die Bürde für die armen und sowieso unterernährten Menschen weiter erhöhen.

Florian Rötzer10.11.2007
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Kommentare lesen (9 Beiträge)
Gut, daß ich noch nicht gefrühstückt hab
Herzlichen Glückwunsch
Kolonien oder was?

 
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