Frankreich produziert 85 Prozent seines Stroms mit insgesamt 19 Atomkraftwerken und 58 Reaktoren – normalerweise. Nachdem es aber auch in Frankreich in den letzten Tagen sehr warm wurde, können die Atomkraftwerke des Landes, nicht mehr genügend Strom produzieren. Wie die Times berichtet[1] muss Frankreich nun Strom aus Großbritannien importieren. Frankreichs Stromnetz ist seit 1986 durch ein Unterwasserkabel mit dem britischen verbunden.
Wegen der Hitzewelle produzieren die Atomkraftwerke um ein Drittel weniger. 14 der 19 AKWs des staatlichen Konzerns EDF liegen im Inneren des Landes und müssen mit dem Wasser von Flüssen gekühlt werden. Wenn die Temperatur des Kühlwassers, das in die Flüsse eingeleitet wird, auf mehr als 24 Grad steigt, müssen die Reaktoren sicherheitshalber und zum Umweltschutz heruntergefahren werden.
Florian Rötzer, 03.07.2009
Links:
[1] http://business.timesonline.co.uk/tol/business/industry_sectors/utilities/article6626811.ece
News URL: http://www.heise.de/tp/blogs/2/141527