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Erhöhtes Krebsrisiko durch Nachtarbeit?

Ein internationales Team von Wissenschaftlern bezeichnet das erhöhte Krebsrisiko als "wahrscheinlich".

Nach einer Bewertung für die International Agency for Research on Cancer (IARC) besteht die Möglichkeit, dass Nachtschichten das Risiko erhöhen, an Krebs zu erkranken. 24 Wissenschaftler aus 10 Ländern haben die diesbezüglichen epidemiologischen Studien durchgesehen und sind zum Schluss gekommen, dass trotz der bislang unzureichenden Forschung ein leichtes Risiko zu bestehen scheint.

Geht man davon aus, dass 15-20 Prozent der arbeitenden Menschen in Europa und den USA Schichtdienst auch in der Nacht ausüben, dann würde ein davon ausgehendes Krebsrisiko auf ein weiteres Problem des Lebensstils für Krebserkrankungen hinweisen. Die Forscher weisen auf Studien mit Nagetieren hin, bei denen das Tumorrisiko bei konstantem Licht in der Nacht gestiegen ist. Ähnlich scheint dies der Fall zu sein, wenn der Melatonin-Ausstoß in der Nacht reduziert wird. Bei Menschen kann Schlafentzug und die Absenkung von Melatonin zu einer Schwächung des Immunsystems führen. Nachtarbeit, bei der Menschen hellem Licht ausgesetzt sind, beeinträchtigt das Herz-Kreislauf-System, beeinflusst Gene, die an Krebs beteiligt sind, verursacht Schlafstörungen und eine Absenkung der Melatonin-Produktion. Die Gruppe einigte sich auf die Formulierung, dass Schichtarbeit, die das Kreislaufsystem beeinträchtigt, "wahrscheinlich" für Menschen Krebs verursachend sein kann., wie sie in der Dezember-Ausgabe der Fachzeitschrift Lancet Oncology (DOI:10.1016/S1470-2045(07)70373-X) schreiben.

Florian Rötzer05.12.2007
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