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31.01.2008Übermensch
Nachrichten über die Verbesserung, Erweiterung und Ablösung des Menschen

Die Deutschen sind zu fett - besonders die Armen und die Saarländer

Nach der Nationalen Verzehrsstudie wirken sich Bildung und Einkommen deutlich auf den Leibesumfang aus.

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Den Deutschen geht es zu gut: "66 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen sind übergewichtig", so die Nationale Verzehrsstudie – welch ein Name! Ein Fünftel der Deutschen ist fettleibig. Für die Studie wurden 20.000 Menschen zwischen 14 und 80 Jahren zu ihrer Ernährung befragt.

Bedenklich ist freilich, dass die sozial benachteiligten Schichten nicht dünn sind, sondern sie noch sehr viel stärker zum Dicksein neigen. Je höher der Schulabschluss und das Einkommen, desto weniger sind die Menschen dick. Die Mitglieder der unteren Schichten können oder wollen nicht auf ihren Körper achten. Sie sind nicht nur zu dick und entwickeln daher früher entsprechende Krankheiten, sie sterben auch früher. Nun kann man sich fragen, ob die Menschen zu dumm oder zu fatalistisch sind oder aber ob dies direkt mit dem Einkommen und damit auch mit der Art der Arbeit bzw. der Arbeitslosigkeit zusammenhängt.

Bei den 18- bis 29-Jährigen ist ein Drittel Männer zu dick, während immerhin 10 Prozent der Frauen zu dünn ist. Kurios mag erscheinen, dass das Verheiratetsein dem Körper nicht gut zu tun scheint bzw. das Fressverhalten negativ beeinflusst: "Mit Partnerin neigen Männer viel häufiger (73 %) zu Übergewicht, als wenn sie alleine leben (51 %). Bei Frauen gibt es keine Unterschiede, ob sie mit oder ohne Partner leben - bis sie verheiratet sind, denn verheiratete Frauen haben ein deutlich höheres Übergewicht (54%) als ledige Frauen (33%). Auch verheiratete Männer sind übergewichtiger als ledige Männer." Lassen sich Männer und Frauen also durch die Sicherheit, im Ehehafen angelangt zu sein, gehen oder fressen sie sich dort angesichts der verpassten Chancen nur einen Kummerspeck an? Bei den Männern schadet also eine Partnerin der Linie, bei den Frauen ein Ehemann. Das ist im Hinblick aufs Gewicht kaum als Win-Win-Situation für beide zu lösen. Als Witwe haben es die Frauen aber am schwersten, die Figur zu wahren. Insgesamt aber steigt bei Männern und Frauen mit zunehmendem Alter das Gewicht.

Es gibt auch große regionale Unterschiede. Die Hamburger weisen am wenigsten Übergewichtige und Adipöse auf. An zweiter Stelle folgt Bremen, dort gibt es aber schon sehr viel mehr Adipöse, dafür relativ weniger Übergewichtige. Ganz ähnlich ist es in Rheinland-Pfalz, wo Kurt Beck Symbolfigur ist. Berlin, Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen liegen in der Verteilung nahe beieinander. Schlusslichter bilden Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen und Saarland. Im Saarland sind 60 Prozent der Einwohner zu dick und mit 33,7 Prozent die meisten Menschen adipös. Saarland ist auch vertreten von durch Lafontaine und Müller. Das würde passen und wäre repräsentativ.

http://www.heise.de/tp/blogs/3/102758
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