Lizenz fürs Rauchen, Geld für gesundes Essen?
In Großbritannien gedeihen derzeit die Ideen, wie man die Menschen dazu bringen könnte, gesünder zu leben und weniger dick zu werden,
Ähnlich wie im Hinblick auf die Klimaerwärmung sprudeln auch beim Thema Gesundheit und Kosten die Gedanken. Professor Julian le Grand von der London School of Economics und Vorsitzender von Health England, einer Organisation, die Vorschläge zur Gesundheitsreform machen soll, hat ein paar neue Ideen in die Debatte eingebracht.
Beispielsweise könnten Schüler, die gesund essen und regelmäßig Sport treiben, vom Staat mehr Geld erhalten. Eingezahlt würde es in den Child Trust Funds, mit 18 Jahren würden die jungen Erwachsenen dann über das Geld verfügen können. Ähnlich könne man auch Eltern finanziell begünstigen, wenn sie ihre Kinder impfen lassen und diese mit dem Fahrrad zur Schule fahren, um sich mehr zu bewegen.
Eine andere Idee ist, dass Raucher, die ihrem Laster weiter nachgehen wollen, eine Lizenz erwerben müssen, um Zigaretten kaufen zu können. Mit der Schikane soll en Rauchern ein Schubs gegeben werden, endlich aufzuhören. Davon sind allerdings nicht alle angetan, zumal derartige Programme eine Menge an Bürokratie und Überwachungs mit sich bringen würde.
Le Grand, ein früherer Berater von Tony Blair, meint, man müsse mehr positive Anreize geben, damit die Menschen gesünder leben und darauf achten, nicht übergewichtig zu werden. An den Schulen könnten beispielsweise Schüler dazu bewegt werden, gesünder zu essen, wenn sie mit einer Karte zahlen und Punkte sammeln können. Die Punkte könnten dann gegen Bargeld oder Gadgets wie iPods eingelöst werden. An Fahrrädern könnte man Kilometerzähler anbringen, um für Bewegung ein ähnliches Programm zu entwickeln.
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