Nicht aus der Bahn zu werfen: der Überhund
Projekt Big Dog für die Kriege von morgen
BIG DOG ist mehr als ein Hund, er ist derzeit ganz sicher der ultimative Überhund. Selbst Hundehasser dürfen sich, wie das aktuelle Video des Unternehmens Boston Dynamcis zeigt, austoben, ohne sich wegen Tierquälerei verantworten zu müssen, auch wenn es schon arg nach einer solchen aussieht, wenn Big Dog einen ziemlich brutalen Tritt in die Seite bekommt, in den Knien einknickt, wankt, strauchelt und sich nach quälenden Augenblicken wieder fängt.
Der Zuschauer staunt darüber, dass Big Dog auf den Beinen bleibt, unverzagt. Und besonders darüber, wie er sich fängt. Beinahe ist man versucht Mitleid zu empfinden, bei all den Schikanen, die Big Dog zum Straucheln und Stürzen bringen sollen und Big Dog so lebendig und beinahe hilfebedürftig aussehen lassen wie ein junges Fohlen. Aber der Hund, der klettern und schwere Lasten tragen und arbeiten soll wie ein Maultier, ist ein Roboter.
Entwickelt im Rahmen eines Darpa-Programms zum Erlernen von Bewegungen (Learning Locomotion – LL) ist Big Dog die Weiterführung des Projekts Little Dog, der im August letzten Jahres auf der DarpaTech07 für großes Aufsehen sorgte. Big Dog war übrigens dort auch schon zu sehen als preisgekrönter Robo-Husky.
Dienen soll der Überhund vor allem in künftigen Kriegen; Darpa, das ist kein Geheimnis steht für Militärtechnologie.
„Beine kommen an Orte, wo Reifen und auch Raupen nicht hinkommen und davon gibt es eine Menge auf der Erde", meint Boston Dynamics-Chef Raibert. „Including some war zones" - da staunt der Mechaniker.
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