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06.04.2008Übermensch
Nachrichten über die Verbesserung, Erweiterung und Ablösung des Menschen

Heirat für Frauen weiterhin ein Verlustgeschäft ...

... zumindest wenn es um die geleistete Hausarbeit geht.

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Frauen sollten es sich auch in Zukunft überlegen, ob sie wirklich heiraten wollen. Nach einer Studie der University of Michigan ist dies nämlich für sie eine schlechte Investition, wenn sie nicht einen reichen Mann ehelichen, da sie dann mit durchschnittlich sieben Wochenstunden zusätzlicher Hausarbeit belastet werden. Für den Mann ist Heiraten da schon lukrativer, zumindest spart ihm eine Frau wöchentlich zumindest eine Stunde Hausarbeit. Dazu zählte die primären Hausarbeiten wie Putzen, Kochen etc,, nicht aber Gartenarbeit, Reparaturen oder Autowäsche.

Grundlage für die Studie waren Daten des Panel Study of Income Dynamics aus dem Jahr 2005. Ihnen liegen Tagebucheinträge zugrunde, die seit 1968 erhoben werden. Danach ist das häusliche Arbeitspensum von Frauen seit 1976 von damals 26 Wochenstunden auf 17 Stunden gesunken, während das von Männern von sechs Stunden auf 13 gestiegen ist.

Verglichen wurde auch, wie lange Frauen und Männer zwischen 20 und 30 Jahren 1996 als Singles im Haushalt gearbeitet haben und wie viel Zeit sie sie als Single und als Verheiratete 2005 dafür aufbringen mussten. Heiraten beschert danach Männern und Frauen mehr Hausarbeit. Die Männer können sich nicht mehr so gut drücken. Kinder bringen natürlich noch mehr Hausarbeit mit sich, die allerdings eher Frauen übernehmen. Bei Familien mit drei Kindern arbeiten Frauen durchschnittlich 28 Stunden im Haushalt, die Männer nur 10. Ältere Männer machen mehr als jüngere, was allerdings auch bei den Frauen zutrifft. Aber Heiraten lohnt sich in dieser Hinsicht für Männer noch immer, denn in allen Altersgruppen müssen Singles mehr Hausarbeit leisten.

Allerdings müsste eigentlich auch zu einer sinnvollen Auswertung einbezogen werden, wer wie viel arbeitet. Dass zunehmend mehr verheiratete Frauen arbeiten, schlägt sich auch in einer gegenüber früher etwas ausgewogeneren Arbeitsteilung im Haushalt nieder, während bei Familien mit drei Kindern in der Regel noch die Frau Zuhause bleiben dürfte, während der Mann arbeitet.

http://www.heise.de/tp/blogs/3/106084
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