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05.05.2008Übermensch
Nachrichten über die Verbesserung, Erweiterung und Ablösung des Menschen

Die Psychologie der virtuellen Realität und der künstlichen Identität

Masters-Studiengang „Cyberpsychology“

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Wird sich künftig die Kluft zwischen "IT-lern" und Computer-Usern vertiefen? Werden die "kognitiven Stile" - zwischen den beiden Antagonisten immer größer? Und der Stress am Arbeitsplatz dadurch immer noch härter?

An der Arbeit mit solchen Fragen läßt sich der Doktortitel erwerben: an der Universität von Bolton in Großbritannien an der Forschungsabteilung für "Computer & Cyberpsychology Research Unit" (UBCCRU). Die Fragestellung aus dem praktischen, werktätigen Leben dürfte auch jenen relevant vorkommen, welche der Einführung neuer Studienfächer eher skeptisch gegenüberstehen, vor allem wenn es darum geht, allerjüngste Entwicklungen auf den akademischen Begriff zu bringen. Nicht selten wird von ihnen Hype statt Geist hinter den neuen Fächern vermutet.

Möglich, dass sich das Fach "Cyberpsychology" noch eine Weile mit solchen Verdächtigungen herumschlagen muss. Wie gestern in einer britischen Sonntagszeitung gemeldet wurde, kann man jetzt in Großbritannien zum ersten Mal einen akademischen Abschluss – "Masters Degree" - in Cyberpsychologie erwerben: an der Nottingham Trent University. Über 4585 englische Pfund wird der neue Kurs , der im akademischen Jahr 2008/2009 startet, kosten - für UK und EU-Mitglieder, andere zahlen etwa das Doppelte.

Inhalt des neuen Master-Faches: Online-Beziehungen, Netzsicherheit, Sexualität, pathologische und kriminelle Verwendung des Internets, Online-Gaming, Internetsucht, Gesundheitsaspekte, „die Psychologie der virtuellen Realität und der künstlichen Identität", Identität und Selbst-Repräsentation und einiges mehr. Dem Guardian gegenüber erklärte Kursleiterin Dr. Monica Whitty, dass man das cyberpsychologische Forschungsfeld nicht auf das Internet begrenzt sehen möchte, sondern auch psychologische Themen im Zusammenhang mit Mobiltelefonen, virtueller Realität und anderer Technologien verstehen will.

„Cyberspace is not just the internet but mobile phones, virtual reality and other technologies. The fact that it's part of our everyday life means we really need to understand the psychological issues.“

Skeptiker gegenüber solchen Überangeboten an den Universitäten könnte man vielleicht mit dem ein oder anderen Blick in ein Internet-Forum vom Ernst der Sache überzeugen.

http://www.heise.de/tp/blogs/3/107381
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