Der Pharmakonzern Eli Lilly hat eine Liste veröffentlicht die genau aufgeschlüsselt, welche finanzielle Unterstützung verschiedene Institutionen in den USA im ersten Quartal 2008 durch Lilly erhalten haben.
Der Pharmakonzern Eli Lilly hat eine Liste (pdf) veröffentlicht, die
aufschlüsselt, welche finanzielle Unterstützung verschiedene Ärzte-
und Patientenvereinigungen, Universitäten, Krankenhäuser und andere
Institutionen in den USA im ersten Quartal 2008 durch Lilly erhalten haben.
So hat beispielsweise die einflussreiche American
Psychiatric Association (APA)
alleine für ihr Programm „Tangled Up in Blue: Optimizing Treatment
of Depression in the Presence of Comorbidities“ über 216.000 Dollar überwiesen
bekommen.
Die Aufstellung deckt den gesamten Geschäftsbereich von Lilly ab und
schließt auch die größte Interessenvertretung der USA von
Menschen mit psychischen Störungen mitein, die National Alliance
on Mental Illness (NAMI).
Diese erhielt von Lilly im ersten Quartal an die 705.000 Dollar.
Die Betreiber des wichtigen Ärzteportals Medscape erhielten 175.000 Dollar
für eine Projekt mit dem Namen „ADHD - Optimizing Diagnosis and Treatment
Through an Online Educational Continuum“, in dem es um die Diagnose und
Behandlung des Zappelphillip-Syndroms ADS geht. Lilly ist Hersteller eines
Atomoxetin-haltigen Medikaments gegen ADS.
CME LL, einer der größten Anbieter von CME (Continuing
Medical Education), also der Fortbildung der in der Medizin
tätigen Ärztinnen und Ärzte, erhielt im ersten Quartal 604.375
Dollar für Fortbildungsprogramme über Depressionen, bipolare Störungen
und ADS.
Auf der Webseite von Lilly
Grant steht ebenfalls eine über 100 Seiten lange Aufstellung mit den
Zuwendungen des gesamten Jahres 2007 zum download (pdf)
bereit. Dabei sticht besonders die Unterstützung von Projekten hervor,
die sich mit einer Schmerzkrankheit beschäftigen, der Fibromyalgie. Deren
Diagnose ist schwierig, die Therapie ebenfalls. Die Irvine Universität
von Kalifornien erhielt von Lilly knapp 250.000 Dollar für ein Projekt
mit Namen „Dispelling
Myths: Evidence-Based Treatment of Fibromyalgia: A Collaborative Approach
to Optimal Care“.
Was Lilly zu dem Schritt veranlasst hat eine derart brisante Liste zu veröffentlichen
ist unklar. Auf Anfrage von Telepolis teilte Lilly
Deutschland mit, man würde
an der Publizierung einer entsprechenden Liste für Deutschland zur Zeit arbeiten. Eine definitives
Datum der Veröffentlichung konnte man nicht nennen.
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