m
25.05.2008Übermensch
Nachrichten über die Verbesserung, Erweiterung und Ablösung des Menschen

Mythos Managerkreativität

Was "Führungskräfte" und "Superstars" gemeinsam haben

  • drucken
  • versenden

Eine Studie der Hamburger Betriebswirtschaftsprofessorin Sonja Bischoff zufolge glaubt ein Drittel aller Männer, dass das äußere Erscheinungsbild für die Karriereentwicklung von entscheidender Bedeutung sei. So weit so uninteressant. Ein klein wenig bemerkenswerter ist schon, dass dieser Wert bei Frauen um einen Prozentpunkt niedriger liegt. Doch das mit Abstand interessanteste Ergebnis der Studie ist, dass er auf 46 Prozent ansteigt, wenn nur Managern mit einem Jahresgehalt von mehr als 100.000 Euro gefragt werden.

Drückt sich vielleicht die überschäumende Kreativität der Manager auch im äußeren Erscheinungsbild aus, und lässt ein avantgardistisches Äußeres die Kollegen auf eine entsprechende Schöpferkraft in anderen Bereichen schließen? Die Soziologin Sandra Siebenhüter, die an der Universität Eichstätt über das Rollenverständnis von Führungskräften promovierte, kam eher zum gegenteiligen Ergebnis: Durch eine "Normierungsmaschine" aus standardisierten Auswahl- und Aufstiegsverfahren, bei deren Beschreibung man sich an Fernsehshows wie "Deutschland sucht den Superstar" erinnert fühlt, werden solche Abweichler ("High Potentials") entweder dazu gebracht, sich anzupassen – oder sie werden auf dem Weg nach Oben ausgesiebt. Was schließlich an der "Spitze" übrig bleibt, sind Personen, die nicht nur ähnlich angezogen sind, sondern auch ähnliche "Ideen" haben. Dieses Jahr tragen sie rosa Krawatten.

http://www.heise.de/tp/blogs/3/108406
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS