m
20.06.2008Übermensch
Nachrichten über die Verbesserung, Erweiterung und Ablösung des Menschen

Irak als Testfeld für Drohnen und Roboter

Erstmals werden nach Kampfrobotern am Boden nun auch Mini-Drohnen im Irak eingesetzt.

  • drucken
  • versenden

Das Pentagon hat erstmals Mini-Drohnen in den Irak geschickt, wie die Army Times berichten. Die 30 MAVs (Micro Air Vehicles), die von Honeywell produziert wurden, fliegen nicht wie Flugzeuge, sondern schweben in der Luft und können so auch an einer Stelle bleiben. Die MAVs, ausgerüstet mit optischen und Infrarot-Kameras, sind Bestandteil des Future Combat System der Army. Insektengröße haben die 20 kg schweren und 45 cm langen MAVs allerdings noch nicht, aber sie dürften den Einsatz von immer kleineren Robotflugzeugen einleiten.

Micro Air Vehicle. Bild: Honweywell
Micro Air Vehicle. Bild: Honweywell

Irak und Afghanistan dienen dem Pentagon auch zum Testen neuer Techniken. Drohnen, auch bewaffnete wie die Predatore-Drohnen, haben sich ebenso bewährt wie Bodenroboter zum Entschärfen von Auto- und Straßenbomben. Zwar wurden 2007 auch die ersten drei fernsteuerbaren Bodenroboter Talon SWORDS-Roboter, die mit Maschinengewehren oder Granatwerfern ausgestattet sind, in den Irak geschickt, aber dort wurden sie aufgrund von Sicherheitsbedenken erst einmal still gelegt, wie es in Medienberichten hieß. Der Hersteller bestreitet die Berichte und erklärt, die bewaffneten Roboter seien seit einem Jahr ununterbrochen im Einsatz.

MAARS. Bild: QinetiQ
MAARS. Bild: QinetiQ

Mittlerweile gibt es eine verbesserte Version, die der Hersteller unter dem Namen MAARS (Modular Advanced Armed Robotic System) anbietet. Den ersten Kampfroboter hat Foster-Miller, der zum britischen Rüstungskonzern QinetiQ gehört, bereits dem Pentagon geliefert. Er kann mit einem Maschinengewehr oder einem Granatwerfer ausgerüstet werden, aber auch mit nichttödlichen oder weniger tödlichen Waffen wie einem Laser zum Blenden, Pfefferspray, Bean Bags oder Tränengas. Betont wird, dass der Benutzer immer sieht, wohin die Waffe zeigt und auch ansonsten für Sicherheitskontrollen gesorgt wurde. Aus der Ferne kann MAARS bis zu einer Entfernung von einem Kilometer mit einem tragbaren Kontrollsystem gesteuert werden.

http://www.heise.de/tp/blogs/3/109726
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS