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Arbeitslosigkeit ist ungesund und fördert den Medikamentenkonsum

Nach dem Arzneimittal-Atlas verschreiben Ärzte mehr, was die Mortalität weiter zurückgehen lasse.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben 2007 28 Milliarden Euro für Medikamente und Impfstoffe ausgegeben, trotz "erheblicher Preissenkungen bei Indikationsgruppen zur Behandlung von 'Volkskrankheiten'“ sind dies 6,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Für etwa die Hälfte des Anstiegs ist die Mehrwertsteuer verantwortlich. Ansonsten verschreiben die Ärzte auch mehr, so der IGES Arzneimittel-Atlas 2008. Im letzten Jahr waren die 25 Milliarden Tagesdosen, 5,8 Prozent mehr als 2006.

Der steigende Medikamentenkonsum sei zu begrüßen, meint Studienautor und IGES-Chef Prof. Dr. Bertram Häussler: "So hat sich die Sterblichkeit an Herz-Kreislaufkrankheiten in den vergangenen 40 Jahren mehr als halbiert. Die Versorgung mit Arzneimitteln hat dazu wesentlich beigetragen." Und seit 1968 sei die Mortalität, die Sterblichkeit pro 100.000 Einwohner, von 729 auf 300 zurückgegangen.

Regional werden allerdings Medikamente sehr unterschiedlich verschrieben. Während beispielsweise in Hamburg jedem Versicherten durchschnittlich 32 Tagesdosen Lipidsenker verschrieben wurden, waren es im nahen Mecklenburg-Vorpommern 52. Ursache dafür sei, so die Studie, dass die Menschen im Osten dicker und häufiger arbeitslos sind. Da insbesondere Arbeitslosigkeit die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördere, würden hier auch mehr Lipidsenker oder Mittel gegen Hypertonie verschrieben. Damit haben die Arbeitslosen nicht nur wenig Geld, sie werden auch noch durch einen Anstieg der Krankheiten bestraft.

Florian Rötzer24.08.2008
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Kommentare lesen (26 Beiträge)
Überwindung d. Staates durch Revolution nicht Bestandteil d. veganen Anarchismus
Yep
Mortalitätsrate

 
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