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04.12.2008Übermensch
Nachrichten über die Verbesserung, Erweiterung und Ablösung des Menschen

In deutschen Großstädten wächst der Anteil der Single-Haushalte stetig weiter

Auch der Anteil der Senioren-Haushalte wächst in Deutschland, während Haushalte mit Kindern immer weniger werden.

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Die Zahl der Single-Haushalte in Deutschland wächst weiter. Nach der Studie GfK Bevölkerungsstrukturdaten 2008 von GfK GeoMarketing bestehen schon 38 Prozent der Haushalte nur noch aus einer Person.

München liegt hier mit 47,3 Prozent übrigens nicht an der Spitze, sondern die Hauptstadt Berlin. Hier sind 52,4 Prozent Ein-Personen-Haushalte. Danach folgen Hamburg, Bremen, Aachen, Bremerhaven und München. Auf dem Land lebt man noch weniger gerne alleine, hat dafür aber auch mehr Kinder. Der Anteil der Haushalte mit Kindern liegt bundesweit bei 31,2 Prozent, der von Mehr-Personen-Haushalten ohne Kinder bei 30,6 Prozent. Die kinderlosen überwiegen also bei weitem. In Großstädten ist das noch krasser, in Berlin oder Hamburg haben nur noch 23 Prozent der Haushalte Kinder, während im niederbayerischen Landkreis Landshut, wo es auch mit die wenigsten Single-Haushalte gibt, an der Spitze liegt: 44,4 Prozent der Haushalte haben hier Kinder. Stadtkultur macht die Menschen also nicht nur frei, sondern auch zu kinderlosen Singles.

In Städten findet man auch eher den höchsten Anteil an Senioren (Haushaltsvorstand 60 Jahre und älter). Allgemein vergreist Deutschland weiter. Das durchschnittliche Alter der Haushaltsvorstände stieg wieder an und liegt jetzt bei 48,4 Jahren. Ludwigshafen steht mit 53,4 Prozent Senioren-Haushalten an der deutschen Spitze der Vergreisung, Würzburg, Frankenthal, Schweinfurt, Bamberg, Wilhelmshaven oder Coburg haben einen Anteil von mehr als der Hälfte. Städte wie Augsburg, Mainz oder Passau (Niederbayern hilft also nicht immer) von knapp unter 50 Prozent. Den höchsten Anteil an Haushaltsvorständen unter 30 Jahren findet man in Greifswald, Rostock und Jena.

Die meisten Topverdiener (monatliches Nettoeinkommen 7500 Euro und mehr) gibt es in München, Landkreis München, Landkreis Starnberg sowie um Frankfurt. Hier sind bis zu 15 Prozent Top-Verdiener, der Bundesdurchschnitt liegt bei 2,6 Prozent. Die deutschen Zentren des Reichtums nach der Studie: "Überdurchschnittlich viele reiche Haushalte leben in den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg, in Nordrhein-Westfalen vor allem um die Großstädte Bonn, Köln und Düsseldorf sowie in Hamburg und Umland."

http://www.heise.de/tp/blogs/3/119887
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