Wer misst da eigentlich was?
Eine Studie attestiert der Hälfte aller Amerikaner im College-Alter psychische Störungen
Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf. Eine repräsentative Studie, die jüngst im anerkannten Fachmagazin Archives of General Psychiatry erschienen ist, sieht knapp die Hälfte aller US-Amerikaner im College-Alter in der Problemzone psychischer Störungen. Befragt wurden 5.092 Bürger im Alter zwischen 18 und 25. 45,8% der College-Studenten und 47,7% der gleichaltrigen Nicht-Studenten können laut Studie als mental angeknackst gelten. Es wartet eine Menge Arbeit auf die Therapeuten. Die haben sich auch schon gemeldet und die Unterversorgung der Alterklasse moniert.
Grundlage der abstrusen Analyse ist das US-Klassifikationssystem für psychische Krankheiten, genannt DSM-IV. Darin taucht auch die Abhängigkeit von Genussmittel und Drogen auf. Und siehe da, alleine 30% der College-Studenten wurde ein Problem in diesem Sektor attestiert. Die große Schwarm der Freunde von Zigaretten, Sportzigaretten und alkoholischen Getränken floss also in die Untersuchung mitein. Für Angststörungen, Depressionen und bipolare Störungen blieb da nicht mehr viel Platz.
Noch ist Raum nach oben, gedacht werden kann an eine empirische Erhebung, die 90% der Studenten einen Knacks bescheinigt. Darauf besteht Hoffnung, DSM-V ist in Arbeit und soll 2012 veröffentlicht werden.
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