Die Persönlichkeit von Männern soll konsistenter als die von Frauen sein
Die bessere Vorhersagbarkeit von bestimmten Verhaltensweisen spielt nach einer Studie bei Tieren und Menschen eine wichtige Rolle in der sexuellen Selektion.
Britische Forscher von der University of Exeter behaupten, dass Männer bzw. Männchen in vielen Tierarten und auch bei den Menschen, eine ausgeprägtere und vor allem konstantere Persönlichkeit haben – und dass dies bei der sexuellen Selektion ebenso wichtig sein könnte wie körperliche Zeichen der Fitness.
In der Metastudie, die in Biological Reviews erschienen ist, wurden Untersuchungen ausgewertet, die sich mit wichtigen Verhaltensweisen für die sexuelle Selektion bei Tierarten und bei Menschen beschäftigen. Danach zeigen die Männchen vorhersagbarere Verhaltensweisen als die Weibchen, vor allem bei der Brutpflege, der Aggression und der Risikobereitschaft, die Weibchen hingegen würden ihr Verhalten eher verändern und auf die männlichen Verhaltensweisen reagieren.
Weibchen scheinen, so die Autoren, in dieser Beziehung wählerischer bei der Partnerwahl zu sein als die Männchen. Dabei soll dies bei vielen Arten sehr ähnlich sein, die also durch die sexuelle Selektion die unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen entwickelt haben. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Weibchen auf konsistentes Verhalten, das für die Reproduktion wichtig ist, bei der Partnerwahl setzen, beispielsweise für die Futtersuche oder die Abwehr von Feinden.
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