New York City will gesündere Bürger
Nach der Initiative zur Senkung der Kalorien in Fastfood-Ketten, soll nun der Salzgehalt in verpackten Lebensmitteln und in Restaurant-Mahlzeiten gesenkt werden.
In den USA wird an der Front der Gesundheit gekämpft. New York City ist mit an erster Stelle. Nach einem Beschluss der Stadt im Jahr 2006 müssen nach einem juristischen Schlagabtausch mit der Restaurantvereinigung seit 2008 Fastfood-Ketten Kalorienangaben ihrer Angebote deutlich sichtbar anzeigen. Betroffen sind davon 10 Prozent der Restaurants.
Damit soll die Fettleibigkeitsepidemie, unter der bereits Millionen von Bürgern der Stadt leiden, eingedämmt werden. Die Stadtverwaltung verspricht sich allein davon, dass es in den nächsten 5 Jahren auf diese Weise 150.000 weniger Fettleibige gebe, was 30.000 Diabetes-Erkrankungen verhindere. Kürzlich stellte Bürgermeister Bloomberg das Ergebnis einer Studie über Starbuck-Filialen vor, nach der nach Einführung der Kalorienverordnung die Kalorien beim Kauf eines Starbuck-Angebots durchschnittlich um 6 Prozent zurückgegangen sei. Bei Kunden, die normalerweise eine Bestellung mit mehr als 250 Kalorien gemacht haben, seien die Kalorien sogar um 26 Prozent weniger geworden. Bloomberg betont, dass Starbuck nicht weniger verdient habe.
Jetzt hat sich die Stadt an die Spitze einer National Salt Reduction Initiative gesetzt und will den Salzkonsum der Bürger senken. Restaurants sollen freiwillig den Salzgehalt ihrer Gerichte und Lebensmittelhersteller den von Fertiggerichten reduzieren. Angeblich nehmen Amerikaner doppelt so viel Salz auf (Droge Kochsalz), als sie benötigen, was "für Millionen" das Risiko für Bluthochdruck und Herzinfarkte erhöhe. Die Menschen könnten die Salzmenge aber nicht selbst kontrollieren. Nur 11 Prozent der Salzmenge würden sie selbst in die Mahlzeiten geben, 80 Prozent werde diesen hinzugefügt, bevor sie verkauft werden.
Ziel ist es, innerhalb von 5 Jahren den Salzgehalt von Fertiggerichten und Mahlzeiten in Restaurants um 25 Prozent zu senken. Dazu wurden, ähnlich wie dies Großbritannien gemacht hat (Weniger Salz im Essen ist fad, aber verlängert das Leben), detaillierte Ziele für einzelne Kategorien aufgestellt. So der Salzgehalt von Brot, der jetzt bei durchschnittlich 485 mg/100g liegt, bis 2014 auf 360mg/100g reduziert werden. Das würde den Gesamtkonsum um 20 Prozent senken und helfen, Tausende von vorzeiten Todesfällen zu vermeiden. Empfohlen wird für die meisten Erwachsenen eine Menge von 1.500 mg Natrium (weniger als 4g Salz) am Tag (mit dem Zusatz: including anyone who is black or over 40), für den Rest sollen 2.300 mg Natrium (weniger als 6 g) reichen. In der Regel geht man allerdings von einem täglichen Salzbedarf von 3 g aus, maximal sollten nicht mehr als 5 oder 6 g aufgenommen werden.
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