Handy-Vibratoren und Gedanken steuern Rollstuhl
Niederländische Forscher entwickeln neues System
Ein Team um Anne-Marie Brouwer von der niederländischen TNO hat ein neues Steuerungssystem entwickelt, das Patienten ermöglicht, ihren Rollstuhl per Gedankenkraft zu fahren. Die Forscher binden dafür 12 handelsübliche Handy-Vibratoren um die Hüften der Probanden, positioniert wie ein Uhr. Diese vibrieren sequentiell jeweils für drei Sekunden. Will ein Proband nach rechts fahren, denkt er beim 3 Uhr Vibrator "dieser hier". Dieses Signal wird durch ein EEG abgefangen und in die Rollstuhlsteuerung eingespeist.
Bislang war eine exakte Navigation mit gedankengesteuerten Rollstühlen schwer, die Fehlerquote mit 40 Prozent sehr hoch. Der neue, taktile Stimulus könnte die Entwicklungsschritte hin praktikablen Brain-Computer Interfaces beschleunigen und Hoffnung für Patienten mit ALS oder Locked-in-Syndrom sein.
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