m
29.05.2010Übermensch
Nachrichten über die Verbesserung, Erweiterung und Ablösung des Menschen

Frühlingsgefühle und Winterdepression

Wetter und Gemütslage hängen weniger zusammen als bislang angenommen

  • drucken
  • versenden

Es gilt als selbstverständlich, dass das Wetter unser Stimmung beeinflusst. Wie weit dies reicht, war aber bislang kaum Gegenstand der Forschung, nur wenige Studien haben den Zusammenhang zwischen Wetter und Gemütslage untersucht.

Niederländische Psychologen sind nun in einer großen Studie mit über 14.000 Teilnehmern den psychischen Effekten von Sonne und Regen auf die Spur gekommen. Entgegen der landläufigen Meinung fand man keine Bestätigung dafür, dass bei Sonne die Stimmung unter den Menschen besser ist, mehr noch, Depressionen treten sogar bei Männern im Sommer und bei Frauen im Herbst häufiger auf.

Offene Fragen bleiben: So bezog die Studie nur Teilnehmer aus den Niederlanden mit ein, es dürfte interessant sein, eine ähnliche Studie in Finnland oder Norwegen zu wiederholen. Dort gilt die Winterdepression als etabliert. Bislang ungeklärt ist allerdings wiederum, warum die Isländer kaum unter saisonalen Schwankungen leiden.

Zudem wurde die Gemütslage der niederländischen Probanden mit dem Wetter am Befragungstag verglichen. Klüger dürfte es sein, die Großwetterlage in den Wochen vor dem Test einzubeziehen. Weitere Ko-Faktoren sind denkbar, beispielsweise der weibliche Menstruationszyklus.

http://www.heise.de/tp/blogs/3/147707
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS