m
25.09.2012Übermensch
Nachrichten über die Verbesserung, Erweiterung und Ablösung des Menschen

Wizard of GPS

Ein Engländer hat Schuhe erfunden, die ihren Träger nach Hause leiten

  • drucken
  • versenden

Im Film-Musical Wizard of Oz muss Judy Garland nur drei Mal die Hacken zusammenschlagen und "There's No Place Like Home" denken, damit sie aus dem bunten Zauberland verschwindet und wieder in sepiafarbenen Kansas landet. Das inspirierte den britischen Designer Dominic Wilcox zu einer Erfindung für das Global Footprint Project. Die leistet zwar nicht ganz das, was die "Ruby Slippers" im Film können, aber sie macht sich den Stand der heutigen Technik zunutze, um auf eine elegante Art und Weise Wege anzuzeigen.

Dazu integrierte Wilcox zusammen mit Nicholas Cooper von der Firma Stamp Shoes und der Künstlerin Becky Stewart einen GPS-Empfänger, ein paar LEDs, eine USB-Steckdose und Arduino-Mikrocontroller in Lederschuhe, deren Fertigung in seiner Heimat Northamptonshire eine lange Tradition hat. Schlägt der Träger des außen grauen und innen roten Prototypenpaars die Hacken zusammen, dann schaltet sich über einen Magneten im rechten und einen Sensor im linken Schuh das GPS-Modul ein. Mit Energie versorgt wird die "No Place Like Home" benannte Erfindung über einen handelsüblichen Handy-Akku, der (wie bei Geheimagenten) in einem hohlen Absatz untergebracht ist und sich über den USB-Port aufladen lässt.

Nach dem Einschalten zeigt ein LED-Ring am linken Schuh durch Leuchten an, wo der Träger lang gehen sollte, wenn er nach Hause will. Dazu muss er vorher auf einen Rechner ein spezielles Landkartenprogramm für den Schuh installieren und über ein USB-Kabel eingeben, wo er wohnt (beziehungsweise wo er hin will). Am rechten Schuh ist kein Ring, sondern eine Linie aus LEDs angebracht, die rot und grün leuchten und dem Besitzer so Informationen über die Länge der noch zu bewältigenden Strecke geben. Wilcox entschied sich für diese LED-Lösung weil die Entfernung zwischen Augen und Füßen bei den meisten Menschen zu groß ist, um ungebückt Informationen auf einem Digitaldisplay zu erkennen.

http://www.heise.de/tp/blogs/3/152848
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Peinlicher Fehler deckt die Unterwanderung von Windows durch die NSA auf

Duncan Campbell 09.09.1999

Die Entdeckungen von Nicko van Someren und Andrew Fernandes.

weiterlesen
Cover

Dein Staat gehört Dir!

Ein Abschiedsbrief an das Wutbürgertum

Cover

Können Roboter lügen?

Essays zur Robotik und Künstlichen Intelligenz

bilder

seen.by


TELEPOLIS