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03.07.2008Neben der Spur
Taglinger klickt neben der Spur

Geogeeking für zu Hause

Wir malen auf dem Stadtplan, mit Twitter und Google Earth

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Das 'Biggest Drawing in the World', das kürzlich durch die Bit-Sphäre geisterte ist lediglich ein fiktives Projekt. Hatte mich auch etwas irritiert, dass die DHL-Flattermänner Schleifen über dem Eismeer ziehen.

Rainer Wasserfuhr aus Dresden hat nun ein ähnliches Projekt gebastelt, das auf SMS, einem Wiki, einem Auswertungsskript und einer in Google Earth gefütterten KML-Datei beruht. Das ganze ist ein Geburtstagsgeschenk und hat mit der Namensgebung eines erwarteten Babys zu tun. Bitte nicht verraten, ja?

Also.

Auf dem Stadtplan von Dresden werden Buchstaben gezeichnet (im verlinkten Falle: 'TINE'. Dies geschieht, indem sich eine Person an den Ort begibt (was an sich auch wegbleiben kann), den Namen des Ortes und einen Code (in dem Falle einen Namen eines deutschen oder türkischen Fußballers) via SMS öffentlich an die zu überraschende Person twittert.

Die bekommt nun kryptische SMSe mit Namen.

Gleichzeitig 'lauscht' ein Skript auf dem Twitterfeed und weist den Ortsnamen über eine in einem Wiki abgelegte Tabelle Geokoordinaten zu. (Diesen Teil könnte man auch über eine API abwickeln.) Leere Zeilen in der Tabelle bestimmen, wann der 'Stift' abgesetzt wird, die alphabetische Reihenfolge der Namen wiederum definiert, in welcher Reihenfolge die Punkte verbunden werden - die Ortsnachrichten müssen nämlich nicht in der korrekten Reihenfolge gesendet werden.

Aus den Daten erzeugt das Skript eine KML-Datei, die man an Google Earth verfüttert. Screenshot in A3 quer im Fotoladen ausdrucken lassen, fertig.

Das Skript ist natürlich Open Source.

Und die Idee (Vorsicht! virales Werbungs-Dings von Subventionsabzockern:) liegt sowieso in der Luft.

Und jetzt wissen wir auch, wozu Twitter noch mal gut war.

http://www.heise.de/tp/blogs/4/110258
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