Richtig, der "Browser War"...
Inzwischen langweilig und von gestern: Die Verbreitungszahlen von Internet Explorer, Firefox und Konsorten. Aber die Zahlen gehören trotzdem genannt.
Erinnert sich noch jemand an die Aufregung, als Netscape und Microsoft einen Browser War ausgefochten haben, der sogar das US-Justizministerium mit hineingezogen hat, als würde man hier die UNO Weisshelme zu Hilfe rufen wollen? Richtig, genau der schien vergangenes Jahr wieder aufzuglimmen, als Google die eigene Surfoberfläche verchromen wollte. Und nun stehen sich wieder zwei Produkte gegenüber, die sich die Nutzer grösstenteils ergattern, Apple und Google zum Trotz. Deren Browser sind irgendwie nicht das Gelbe vom Web.
Wie zwei koffeinhaltige Limonaden stehen sich die Kontrahenten gegenüber. Das eine schmeckt ein wenig mehr Cola als das andere, dafür wirkt das andere Pepsi. Und die eine Gemeinde schickt sich an, mit einem Update, der anderen Gemeinde ein paar Prozente abzujagen. Irrsinnig spannend, mit einem Hauch von freier Marktwirtschaft.
Das geht vermutlich ein wenig an der Zeit vorbei. Browser stammen aus dem letzten Jahrhundert. Es könnte sein, dass diese Form der Applikation bald unpassend sind. Südkorea wird 2012 einen Downstream von einem Gigabyte pro Sekunde für den Massenmarkt zugänglich machen. Ein Zweistundenfilm sprintet dann in 12 Sekunden auf die heimische Festplatte. Dass der Spielemarkt auch Verwendung für solche Durchsatzraten haben dürfte, versteht sich von selbst. Weltweit. Und ob dann eine Applikation wie Firefox oder der Internet Explorer wirklich die beste Form ist, um diese Inhalte zu laden und zu konsumieren, darf man bezweifeln. Schon heute basieren 17% aller Suchen in Google in den USA auf YouTube-Treffern, deren Videos dann in einem Browserfenster wirken wie ein Wasserstoff-Motor unter der Haube einer Droschke.
Naja. Vielleicht braucht es bald einen grösseren Update.
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