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03.06.2009Neben der Spur
Taglinger klickt neben der Spur

Mehr suchen, mehr schreiben

Microsoft und Google wollen die Basis des Internets aufhübschen. Mit einer neuen Suchmaschine und einer anderen Art, zusammen Inhalte zu schreiben.

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Man kann alles in Zahlen packen. So zum Beispiel die simple Erkenntnis, dass durchschnittlich nur 24 Prozent aller Suchabfragen da landen, wo sie sollen. Und das kann man in viralem Marketing per Video an den Mann und die Frau bringen. Mit der neuen Suchmaschine von Microsoft, die jetzt an den Start geht, hofft man in Seattle, zwei Dinge zu erreichen. Mehr Marktanteil (ja, das hat uns jetzt schon überrascht) und eine bessere Art des Suchens im Internet. Durch die Verknüpfung von Daten, so wie das schon Wolfram Alpha versucht. Und das sieht bei BING.COM so aus, dass auch Verbraucher-Empfehlungen bei einem Kauf von Kameras mit eingeblendet werden sollen. Oder das Wetter und die Verkehrsmeldungen, wenn man zum Beispiel (ja, das hat uns schon...) "Seattle" sucht. Momentan sieht BING aber aus wie eine...Suchmaschine... (hat uns jetzt wieder nicht so überrascht)

Währenddesssen ist der Suchmaschinen Chef mit ganz anderen Projekten unterwegs. Google geht mit WAVE an den Start und will durch die Verknüpfung schon vorhandener Services die einsamen E-Mail-Schreiberlein in ihren Kämmerchen dazu bringen, zusammen Informationen zu verfassen, zu betexten und dann zu verschicken.

Also verknüpft und zusammen gefasst: Weil sich seit zehn Jahren nicht wesentlich viel in der Entwicklung von Basistechnologien des Internets getan hat, versucht man sich jetzt an einem Update und verspricht das ganz Andere. Komplexer soll es sein im Hintergrund, und einfacher in der Handhabung. Ob dafür ein Bedarf vorhanden ist, das ist noch unklar. Aber eine 100-Millionen-Dollar-Kampagne zur Einführung von BING soll den erzeugen. Und da Google bisher nicht durch voluminöses Advertising aufgefallen ist, sondern allenfalls davon lebt, soll es die Mund-zu-Mund Propaganda richten.

Inzwischen suchen und schreiben wir weiter. Einsam und nur zu 24 Prozent richtig. Oder so.

http://www.heise.de/tp/blogs/4/139657
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