t
17.06.2009Neben der Spur
Taglinger klickt neben der Spur

Internet macht Geld

Überraschung: Das Internet ist ein Wirtschaftszweig geworden, von dem allein in den USA 1,2 Millionen Jobs abhängen, sagt eine Studie.

  • drucken
  • versenden

Das ist doch einmal eine schöne Zusammenfassung. Einer Studie des IAB in New York zufolge haben alleine in den USA 1,2 Millionen Menschen ihre Jobs der Verbreitung des Internets zu verdanken. Mittels dieses Mediums kann man dort angeblich 2,1 Prozent des Bruttosozialprodukts generieren. Immerhin kaufen ja auch 10 Prozent aller US-Bürger brav online ein. So verlagert sich zumindest ein kleiner Anteil der dortigen Wirtschaft in die digialen Kanäle.

2,1 Prozent sind nicht gerade viel in einer Zeit, in der die Wirtschaft der westlichen Staaten angeblich im laufenden Jahr um 3 Prozent schrumpfen soll. Und dass Karstadt und Opel demnächst zu Hunderten umgeschulte Arbeitskräfte mit der Maus in der Hand in die Freiheit entlassen könnte, ist auch nicht gerade eine Wunschvorstellung. Das Jahrhundert mit den meisten arbeitslosen Webdesignern haben wir ja hinter uns. Aber alleine die Automobilzulieferer befürchten in den nächsten Monaten einen Verlust von 1,1 Millionen Arbeitsplätzen. Und wie und wo sollen hier neue Stellen entstehen, wenn die Stammindustrien mit weniger Arbeitskraft auskommen.

Die Zahlen ernüchtern deshalb auch, weil eine digitale Ökonomie sicher höhere Erwartungen in den Jobmarkt setzt. Nicht alles ist downloadbar, manche technische Erfindung vielleicht sogar einfach Schrott und nicht brauchbar. Aber ein wenig mehr wäre angesichts der immensen Nutzung des Webs zu erwarten gewesen. Naiverweise.

http://www.heise.de/tp/blogs/4/140334
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS