Das iPhone hat ein neues Betriebssystem. Seit dem 17. Juni sind wieder mehr Menschen glücklich. Aber können sie auch die angeblich 100 neuen Features des Updates finden? Sie können es nicht. Aber 40 davon, und wie man sie auch benutzt schon.
Früher musste Steve Jobs ran, der ist nun nicht (mehr) da. Deshalb kommt das Betriebssystem 3.0 fast wie ein herkömmliches Update für das iPhone zwar immer noch wie eine Heilsbotschaft über die Nutzer, nur eben ohne Heiland. Und es ist so gratis wie Freifisch am See Genezareth. Aber wo zum Donnerwetter sind denn nun die 100 angeblichen Features versteckt, die die neue Version auf die Erde bringen soll...
Ein kleiner Hinweis für zumindest 40 davon beruhigt die Seele wieder. Der Autor soll dafür in den Himmel kommen.
Hätten wir es sonst gewusst, dass eine leicht unflätige Handbewegung reicht, um das zuletzt Getippte wieder zu löschen? Einmal Abschütteln, und das iPhone hat ein "Redo" hinter sich oder wechselt sogar zufällig zum nächsten Song. Jetzt lassen sich fünf Fotos auf einmal schicken. Nicht nur eines. Und oft beschrieben: Inzwischen hat der Computer auf dem iPhone Einzug gehalten und lässt einen etwas digital ausschneiden, kopieren und an anderen Stelle wieder einsetzen. Ach ja, man kann sogar einen Link in einem neuen Fenster öffnen. Schon irre.
Aber mein Lieblingsfeature ist die Möglichkeit, Podcasts in doppelter oder halber Geschwindigkeit zu hören. Es geht nichts über esoterische Meditationsanleitungen, deren Sprecher jetzt wie unter Koks durch den Text haspelt. Und eine Sportreportage in transartiger Zeitlupe ist besser als das Wort zum Sonntag. Schneller hören. Darauf muss man erst einmal kommen.
Aber niemand hat gesagt, dass jedes Feature immer sinnvoll sein muss. Es sollte nur auffindbar sein.
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