Leichter als Luft
Sony nimmt es mit einem neuen Notebook auf die leichte Schulter. Inzwischen wiegen Computer so gut wie nichts mehr.
Nichts ärgert den Geek so sehr wie ein davon wehendes Notebook beim ersten leichten Windstoss. Das ist nun durchaus möglich, denn Sony hat vergangene Woche das leichteste Notebook der Welt herausgebracht. Mickrige 1,6 Pfungd wiegt das noch, und dabei dürften Gehäuse und Bildschirm mit Tastatur 90 Prozent des Gewichts ausmachen. Es soll unkaputtbar sein und mit Zusatzbatterie bis zu 14 Stunden laufen können. Also im übertragenen Sinne. Soweit die Produktwerbung.
Noch einmal zur Erinnerung: Gerade arbeitet man an der Restaurierung des angeblich ältesten Computers der Welt, ohne sich zu vergegenwärtigen, dass Konrad Zuses Z3 schon ab 1941 noch einmal ein paar Jährchen und Kilogramm bei seinen Rechnenmaschinen addieren konnte. Beiden ist eines gemeinsam: Sie füllen Zimmer und würden nur durch Windstösse davonsegeln können, die wir uns lieber nicht vorstellen.
Mal schauen wo die Sucht nach dem Kleinsten weitergeht. Die University of Missouri hat die kleinste atombetriebene Batterie der Welt entwickelt. Die gehört nun sicher nicht in den Hausmüll. Und wenn jetzt noch jemand die kleinsten Finger der Welt auf den Markt bringt, dann können wir uns mit leichten Computern und fast ewiger Energieversorgung wieder auf Kindergrösse schrumpfen lassen und ein wenig Platz sparen.
An Platz hat Konrad Zuse noch wenig gedacht. Hätte ihm in Kreuzberg oder Hersfeld eigentlich auch einfallen können.
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