90.000 minus 800
Microsoft stellt 800 weitere Mitarbeiter aus. Aber das ist kein Krisenzeichen.
6000 waren bereits angekündigt. Eigentlich waren 15.000 befürchtet, nun stellt Microsoft nach den ersten 5000 früher als geplant noch weitere 800 aus. Aber das heisst nicht, dass Windows 7 das letzte Betriebssystem aus Redmond war und ab morgen die Hausmeister die Birnen aus den Deckenlampen von Building 5 schrauben.
Zirka 90.000 Mitarbeiter zählt das Unternehmen heute. Aber das sind nicht alle. Neben einer umfangreichen Partner-Struktur hat Microsoft auch eine gewisse Anzahl, geschätzt zirka ein Fünftel der Belegschaft, mit einem V-Account in seinen Reihen. Zeitarbeiter, die in den Einstellungs- und Kündigungszahlen nie auftauchen. Schon in den vergangenen Jahren wurden diese Mitarbeiter entsprechend der Marktlage ein- oder ausgestellt. Aber das wissen die Statistiken nicht. Und eine Nutrition Rate (Also, wieviele Menschen kündigen oder werden im Laufe eines Jahres gekündigt), die im Unternehmen bei 10 bis 20 Prozent liegt, entspricht den Gepflogenheiten der Branche. Wer nach fünf Jahren weiterzieht, gehölrt zum Microsoft Durchschnitt. Beziehungsweise, er oder sie hat dem Durchschnitt der jährlichen Bewertung nicht entsprochen. Unter 2.5 bewertet kann man sich perspektivisch schon einmal die Wanderschuhe anziehen.
Inzwischen zieht nach Windows 7 die Innovationsmaschine weiter an. Auch wenn das ein Fake sein könnte, bestätigt ist gar nichts, so könnte zum Beispiel das neue Interface von Microsoft Courier aussehen. Und Office 2010 steht in den Startlöchern...
Ist das eben zynisch gewesen? Ja, sicher. Man könnte es so sagen. Eine Branche, die auf einen ständigen Wechsel der Produkte hinzielt ist nicht wirklich gut darin, seinen Mitarbeitern eine Lebensstellung zu ernöglichen.
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