Rundblicke aus der Masse
Bing Maps will in Zukunft mit der Integration von Photosynth glänzen. Da steht Arbeit an.
Mit einem neuen Feature will Bing Maps bei Usern punkten. Nachdem Photosynth schon länger in den Labs von Microsoft herumliegt, erfährt es nun eine Einbindung in die Landkarten der Suchmaschine. Das ist entzückend, denn anders als bei Streetview von Google schwärmen nun nicht Automobile mit Dachkameras aus und fahren sich den Wolf, um Aufnahmen diverser Strassenfluchten zu speichern und via Internet zugänglich zu machen. Wir sind ja auch froh, dass sich Microsoft und Google hier keine Strassenrennen liefern. Der Kampf um Eyeballs soll uns schon reichen.
Allerdings bietet die Integration von Photosynth nun die Möglichkeit, selbst Rundumblicke aus eigens geschossenen Fotos upzuloaden. Und damit kann es dann schon einmal zu Einblicken in Wohnzimmern kommen, die Google so rechtlich gar nicht machen könnte. Ob das jemand sehen will, mag dann bitte der entscheiden, der auch unaussprechliche Facebook-Einträge zulässt.
Google hat derweil angefangen, Ruinen und Überbleibsel des UNESCO Welterbes so aufzubereiten. Der 3. Dimension steht zumindest also dort, wo grosse Städte, wichtige Denkmäler und dolle Privatparties oder Bergtouren vorkommen, nichts mehr im Internet im Wege. Für den Rest der Welt gilt, was seit dem Mittelalter nicht ganz verschwindet: Sie ist auch digital gesehen weitestgehend flach.
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