t
08.02.2010Neben der Spur
Taglinger klickt neben der Spur

Joshua Toposlky ruft zur Ordnung

Weil der Ton zu rüde wurde, schaltete ein Techno-Zine in den USA die Kommentarfunktion ab.

  • drucken
  • versenden

Kommentare direkt zu einem Artikel sind eine der herrlichen Möglichkeiten von Online-Medien. Sie lassen es zu, einem sofortigen Impuls folgend ausgezeichnete oder einfach nur wichtige Postings sofort dem Autor und den Lesern vor die Fussnoten des Artikels zu knallen. Oder kürzer gesagt: Wer sofort aufschreien will, der kann das. Und andere können das lesen. Wenn sie wollen. Müssen sie nicht, können sie aber. Einfach so.

Nicht so, oder nicht immer so bei Engadget und seinen Foren. Chefredakteur Joshua Topolsky hat einen Warnschuss abgesetzt und dieses Feature der Kommentare kurzzeitig ausgesetzt. Der Grund, seiner Meinung nach sind die Inhalte des User Contents ein wenig zu roh und rabaukenhaft gewesen. Und er setzt noch einen oben drauf: Some of you out there in the world of anonymous grandstanding have gotten the impression that you run the place, but that’s simply not the case.

Also herrschte eben mal Ruhe unter den Artikeln.

Das kennt man eigentlich sonst eher von Enfants Terribles wie Joe Jackson, der sein Publikum schon einmal zur Ruhe brüllt, wenn sie es wagen bei seinen Konzerten an den falschen Stellen zu klatschen. Allerdings hinkt der Vergleich ein wenig. Zugegebenermassen kann der Ton Einzelner in Foren lauter werden, allerdings behalten sich auch Verlage, die zum Beispiel Online Content wie Telepolis publizieren, das Recht vor, beleidigende Beiträge zu löschen. Das müsste eigentlich reichen.

Der Rest grenzt an Zensur. Der Ton mag hart sein, manche mögen meinen, sie müssten mehr und öfter schreiben als ein Autor,... aber wenn es der Wahrheitsfindung dient... Und wie sagt man auch so schön im Land von Joshua Topolsky: If you can't stand the heat, get out of the kitchen.

http://www.heise.de/tp/blogs/4/147029
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Cover

Mensch+

Upgrade-Revolution für Homo sapiens
Das neue Telepolis-Special

Ein neuer Bundespräsident?

Wulff will aussitzen, aber die Geduld ist am Ende. Soll er endlich, aber schnell seinen Hut nehmen?

abstimmen

Humanitäre Intervention als propagandistischer Normalfall

Peter Mühlbauer 20.10.2009

Interview mit Christoph Kampmann zur Geschichte eines Phänomens

In den letzten zwanzig Jahren begannen militärische Auseinandersetzungen mehrfach als "Humanitäre Interventionen". Der Historiker Christoph Kampmann hat entdeckt, dass die für solche Eingriffe eingesetzten Argumentationen nicht erst in der Ära nach dem Kalten Krieg entstanden, sondern weitaus früher zum Einsatz kamen.

weiterlesen
bilder

seen.by


TELEPOLIS