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08.03.2010Neben der Spur
Taglinger klickt neben der Spur

Facebook sorgt für rote Köpfe

Die israelische Armee ist um eine Erfahrung reicher. Ein Soldat hat die Pläne für eine Razzia auf Facebook verraten.

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Ein israelischer Soldat hatte vergangene Woche nichts Besseres zu tun, als die geplante Razzia seiner Einheit im Westjordanland vorab auzuplaudern. Das Dorf Katana sollte durchsucht werden. Und der wackere Armeeangehörige hatte nichts besseres zu tun, als das mit genauer Angabe der Zeitpläne zu posten. Zehn Tage Gefängnis für ihn und eine Aufklärungskampagne sind das Ergebnis. Ach ja, die Razzia wurde abgeblasen.

Derweil fallen auch Schweizer Parlamentarier auf, die Facebook zu eher unfeinen Ausfällen nutzen. Es kracht im Karton, und deshalb gibt es Streit im Parlament.

Ein Blick auf die Statistik von Facebook lässt uns schon mit Vorfreude eine Menge solcher Vorfälle für die Zukunft erahnen. Während im zweiten Irakkrieg und danach Bilder via Blogs die offizielle Berichterstattung kontrastierten, könnten jetzt einige der aktiven 200 Millionen Nutzer von Facebook des Guten ein wenig zu viel tun und ein wenig zu viel davon erzählen, was sie gerade planen und/oder denken.

Zwar haben McAfee und Facebook im Januar beschlossen gemeinsame Sache zu machen, um die Security Probleme des Social Networks einzudämmen, aber gegen guten Willen zur falschen Zeit gibt es keine Firewall. Und zudem ist eine Frage des Standpunkts, ob wegen diverser Indiskretionen Schaden oder Nutzen entsteht.

http://www.heise.de/tp/blogs/4/147195
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