Wohin nach Twitter?
Was machen eigentlich die, die Twitter hinter sich haben. Was folgt nach dem Hagelgewitter aus Tweeds?
Seit 2006 gibt es Twitter nun, anfänglich als Spassprojekt einer Agentur aufgesetzt. Inzwischen kann der Kanal immer noch an den Fehlern eingehen, die bereits andere vor Twitter gemacht haben. Aber wegzudenken ist das Gezwitschere derzeit nicht, und selbst wenn Twitter als Unternehmen aufgeben müsste, wäre das Prinzip wohl attraktiv genug, um Metoo-Services auf den Plan zu bringen. Aber Twitter ist nicht alles: Es ersetzt auch nicht andere Services und Sites im Web.
Eine Grafik zeigt, wohin User nach dem Überblick in Twitter gehen. Entertainment scheint dabei ein wichtiger Attraktor zu sein. Und die Nähe zu Social Networks ist geradezu logisch gegeben. Deshalb strömen dort die Nutzer auch zu Grossteilen hin.
Search Engines und News, die anderen beiden grossen Landeflächen im Netz, scheinen dort aber eher weniger attraktiv zu sein. Und eines kann man getrost als Idee vergessen. Die nächste Page nach Twitter sind selten Seiten aus China. Denn für chinesische Nutzer kann es noch lange dauern, bis Twitter verfügbar ist. Zu schade, denn 140 Zeichen sind in der dortigen Schrift um einiges reichhaltiger als die gleiche Anzahl von Buchstaben in der westlichen Welt.
So oder so gibt uns der CEO von Twitter aber eine entscheidende Nachricht mit auf den Weg. Das Unternehmen hätte gerne, dass wir alle weniger Zeit auf Twitter verbingen. Um produktiver zu sein und die eigene Arbeit getan zu bekommen. Gut, aber dem widerspricht ein wenig, dass wir uns dann lieber auf Seiten tummeln, die dem Spass und der sozialen Interaktion dienen. Vielleicht ist Twitter ja gar kein Produktivitätskiller, weil dessen Nutzer es in diesem Augenblick genau damit nicht so genau nehmen.
Ausserdem passt Produktivität leicht in 140 Zeichen: "Delegieren". Basta.
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